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Jung-Journal 30: Geld: Forum für Analytische Psychologie und Lebenskultur

Jung-Journal 30: Geld: Forum für Analytische Psychologie und Lebenskultur

Paperback

General Psychology

ISBN10: 393932230X
ISBN13: 9783939322306
Publisher: Lightning Source Inc
Published: Feb 14 2014
Pages: 110
Weight: 0.63
Height: 0.23 Width: 8.27 Depth: 11.69
Language: German
Geld regiert die Welt hei t es, aber auch, fast paradox: Über Geld spricht man nicht. Obwohl Geld doch ganz offensichtlich von zentraler Bedeutung für unser aller Wohlergehen ist und die bewusste Auseinandersetzung mit ihm von daher einen ebenso zentralen Inhalt der Individuation ausmachen müsste, unterliegt das Thema Geld einer merkwürdigen Tabuisierung. Es scheint, als solle uns das Geld und welche gro e Rolle es in unserem Leben spielt, irgendwie unbewusst bleiben. Wir reden nicht oder kaum über unser Geld, obwohl wir vielleicht mehr daran denken als an die uns nahen Menschen, und wir verschweigen Fantasien, Emotionen, Ängste, Wut u. a., die sich um unser Geld drehen. Wir fassen unser Geld und Gold gerne an, wir blättern gerne unsere Vermögensübersichten durch und überlegen uns, wie unsere Finanzsituation in der Zukunft aussehen wird. Aber darüber zu sprechen oder über unser Interesse am Besitz, am Reichtum und an der Macht, ist uns meist sehr unangenehm und peinlich. Unsere Beziehung zum Geld ist offenbar etwas sehr Intimes und ein sehr sensibler Teil unserer Identität. Wer mehr als andere verdient, fürchtet beneidet zu werden, wer weniger verdient, schämt sich, fühlt sich als Versager: Haste was, biste was! Es hilft aber einfach nicht, einen psychischen Inhalt - und scheint er noch so banal, primitiv und gewöhnlich wie unser Interesse am Besitz und Geld - einfach zu verleugnen, zu unterdrücken oder zu verdrängen, um ihm seine Energie zu nehmen. Nach tiefenpsychologischer Erkenntnis scheint es nur einen guten Weg zu geben: den der Integration dieser Energien. Das bedeutet ein Bemühen um eine weitgehende bewusste Auseinandersetzung mit unseren Sicherheits-, Besitz-, Macht- und Geltungstendenzen, mit ihren positiven wie negativen Seiten. Erst daraus kann sich ein verantwortlicher, bewusster Umgang mit ihnen entwickeln. Und eine solche Auseinandersetzung muss natürlich auch ganz besonders mit dem Geld geschehen, da es doch au erweltlich und innerpsychis

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