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"Cardillac" - Künstler und Verbrecher: Zu E.T.A. Hoffmanns "Fräulein von Scuderi"

"Cardillac" - Künstler und Verbrecher: Zu E.T.A. Hoffmanns "Fräulein von Scuderi"

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3656068119
ISBN13: 9783656068112
Publisher: Grin Verlag
Published: Dec 9 2011
Pages: 24
Weight: 0.10
Height: 0.06 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Freie Universität Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: E.T.A. Hoffmanns Erzählung Das Fräulein von Scuderi ist seit ihrem erstmaligen Erscheinen 1820 in der Forschung in vielfacher Weise interpretiert worden: als erste Detektiverzählung der deutschen Literaturgeschichte, als Gesellschafts- und Herrschaftskritik, die das inhumane Vorgehen der Justiz aufzeigen soll, als Heilsgeschichte, die das tugendhafte Fräulein in Gegensatz zur verfallenen und dekadenten Welt stellt, oder als Künstlernovelle, die das Schicksal des genialen aber wahnsinnigen Cardillac schildert. Tatsächlich sind all jene nur Teilaspekte und erst zusammen ergeben sie die Erzählung. Im folgenden soll dennoch das Augenmerk auf die Gestalt des Goldschmieds und Mörders René Cardillac gerichtet werden. Er scheint dem Leser, dem Kritiker und dem Interpreten auf den ersten Blick eine äu erst fremde und absolut unmoralische Person zu sein. Bereits die ersten Rezensionen nach der Veröffentlichung verdeutlichen dies: [...] zu rechten wäre dagegen mit dem Verf., da er seine teuflische Figur Cardillac rein unmenschlich darstellt, indem er ihn allemal erst nach begangenen Mordthaten Ruhe und Seelenzufriedenheit als beharrlichen Zustand genie en lä t, ein Zustand, zu dem das Phantasma vom bösen Stern [...] nicht hinreicht, dem nur die unmittelbarste Einwirkung des Satans [...] Statthaftigkeit und Wahrheit geben konnte. Auch wäre vielleicht die Geschichte noch anziehender geworden, wenn der Bösewicht nicht als wunderlich, sondern als blo er Ausbund menschlicher Lasterhaftigkeit dastände.1 Cardillac lediglich vom moralischen Standpunkt aus zu beurteilen wird aber offensichtlich der Gestalt, die Hoffmann uns präsentiert, nicht gerecht. Denn er ist ja kein wahllos mordender Irrer, sondern eine komplexe Persönlichkeit, die sich seinen Taten durchaus bewu t ist: Glaube nicht, da ich darum, weil ich tun mu , was ic

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