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Nutzwertverfahren

Nutzwertverfahren

Paperback

Series: Schriften Zur Quantitativen Betriebswirtschaftslehre, Book 3

Business General

ISBN10: 3790805807
ISBN13: 9783790805802
Publisher: Springer Nature
Published: Dec 10 1991
Pages: 196
Weight: 0.64
Height: 0.45 Width: 6.00 Depth: 9.00
Language: German
Entscheidungen bei mehrfacher Zielsetzung spielen in der Praxis schon seit langem eine wichtige Rolle und treten dort meist im Gewand der Kosten- Nutzen-Analyse oder der Nutzwertanalyse auf. Die Betriebswirtschafts- lehre hat sich einer tiefschürfenden Erörterung dieser Fragen erst vergleichs- weise spät zugewandt, und die Tatsache, da 15 Jahre nach dem bahnbre- chenden Buch von Keeney und Raiffa über Multi-Attributive-Nutzentheoric (MAUT) in fast allen deutschen Lehrbüchern der Entscheidungstheorie mul- tikriterielle Entscheidungen höchst kursorisch dargestellt werden, gibt zu denken. Dieser beklagenswerte Rückstand ist um so erstaunlicher, als die Theorie der Entscheidung bei mehrfacher Zielsetzung für die begriffliche Fundierung der Betriebswirtschaftslehre unverzichtbar ist: Nur wenige unserer Begriffe sind eindimensional, fast stets ist eine mehrdimensionale Messung erforderlich und damit die Lösung eines Mehrzielproblems. Die vorliegende Abhandlung greift mit den Nutzwertverfahren einen wichti- gen, vielleicht sogar den wichtigsten, weil me theoretisch anspruchsvollsten, Ausschnitt einer Mehrzielentscheidungstheorie heraus. Dabei versteht der Autor unter Nutzwertverfahren diejenigen Verfahren, die über die Bestim- mung von Höhen-und Artenpräferenzen unter Verwendung einer additiven Wertaggregation zu einer globalen Präferenzordnung gelangen. Additive Aggregationen sind in der Regel für die Entscheidungsträger relativ gut verständlich, so da sie sich allein schon deswegen gro er Beliebtheit er- freuen und man sie auf sehr unterschiedlichem Niveau der Präferenzinfor- mation einsetzt. Vlll Dieser häufig sehr sorglos betriebene Einsatz birgt eine Fülle von Proble- men, die wegen der rein äu erlich identischen mathematischen Struktur der additiven Aggregation in vielen Fällen nicht offen zutage liegen.

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