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Zur Interaktion von Ausfallwahrscheinlichkeit und Verlustquote bei der Messung von Kreditrisiken in Banken

Zur Interaktion von Ausfallwahrscheinlichkeit und Verlustquote bei der Messung von Kreditrisiken in Banken

Paperback

AccountingBusiness GeneralInvesting & Finance

ISBN10: 3656226989
ISBN13: 9783656226987
Publisher: Grin Verlag
Published: Jun 30 2012
Pages: 96
Weight: 0.30
Height: 0.23 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Diplomarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich BWL - Bank, Börse, Versicherung, Note: 1,7, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Zur Quantifizierung von Kreditrisiken sind gemeinhin drei Risikoparameter von gro er Bedeutung: PD (Probability of Default), LGD (Loss given Default) und EaD (Exposure at Default). EaD entspricht der Forderungshöhe bei Ausfall, LGD der erwarteten Verlustquote bei Ausfall und PD der Ausfallwahrscheinlichkeit. Die Verlustquote gibt das Verhältnis der uneinbringlichen Forderungssumme zur Forderungshöhe im Zeitpunkt des Ausfalls an. Die wissenschaftliche und praktische Auseinandersetzung konzentrierte sich in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend auf die Modellierung und Schätzung des Kreditausfalls und seiner Wahrscheinlichkeit, während der Grö e LGD weit weniger Aufmerksamkeit geschenkt wurde. So können sowohl akademische als auch kommerzielle Kreditrisikomodelle inzwischen in Bezug auf Ausfallrisiken als sehr fortgeschritten angesehen werden. Hinsichtlich der LGDs wurden jedoch lange Zeit vereinfachende Annahmen getroffen. So wurden Verlustquoten häufig als modellexogene Parameter angesehen, die entweder deterministisch vorgegeben oder stochastisch, jedoch unabhängig von anderen Risikogrö en in die Modelle integriert wurden. Dadurch wurden PD und LGD als voneinander unabhängig angenommen. Das hatte hauptsächlich zwei zusammenhängende Gründe. Zum einen legte man in der Praxis des Risikomanagements den Schwerpunkt auf systematische Quellen des Kreditrisikos, da diese eine Risikoprämie rechtfertigen. Zum andern arbeiteten die meisten Kreditrisikomodelle traditionell mit der Annahme, dass die LGD von fixen Faktoren abhängen, die keine systematischen Risikokomponenten aufweisen. Im Zuge der Ankündigung der Reform der Eigenkapitalvorschriften (Basel II) rückte der LGD-Parameter zunehmend in den Fokus wissenschaftlicher und bankinterner Forschung, da Banken im sogenannten fortgeschrittenen IRB-Ansatz die Möglichkeit eine

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