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Ulrich von Singenberg, Lied 35 - Übersetzung und Analyse

Ulrich von Singenberg, Lied 35 - Übersetzung und Analyse

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3638929280
ISBN13: 9783638929288
Publisher: Grin Verlag
Published: Apr 8 2008
Pages: 20
Weight: 0.09
Height: 0.05 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,7, Universität Leipzig, Veranstaltung: Minnesang des 13. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Abstract: Liebe Seele trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe das Mögliche aus Der Sinn des Lebens bzw. die richtige Lebensweise auf Erden steht sowohl in dem hier aufgeführten Zitat als auch im Lied 35 des Schweizer Minnesängers Ulrich von Singenberg im Vordergrund. Im Gegensatz zu Albert Camus, der dieses Zitat an den Anfang seines Essays Der Mythos des Sisyphos stellt, wird im Lied 35 jedoch von einem ewigen Leben nach dem Tod, auf das man sich während seines irdischen Daseins vorbereiten solle ausgegangen. Rund 700 Jahre früher ist also bei Ulrich von Singenberg der Sinn des Lebens keineswegs absurd, sondern einzig auf das Dasein im Jenseits ausgerichtet. Der konkrete Inhalt, die äu ere Form sowie die Darstellungsweise des Liedes eröffnen dem Leser jedoch weitaus mehr Möglichkeiten und Sichtweisen bezüglich einer Einordnung und damit verbundenen Interpretation des Liedes. So ist dieses Lied ebenfalls ein Zeugnis für die enge Verknüpfung und das wechselseitige Verhältnis zwischen formalen Aufbau, Inhalt, Übersetzung und schlie lich der Interpretation eines Textes. Diesbezüglich soll in dieser Hausarbeit, ausgehend von der Übersetzung des Liedes 35 sowie anhand einer inhaltlichen und formalen Analyse, der Frage nach gegangen werden, inwieweit dieses dem Minnesang des 13. Jahrhundert zuzurechnen ist und aufgrund welcher Merkmale und Interpretationsweisen es auch anderen Genres zugeordnet werden könnte. Die Weltabsage steht im Mittelpunkt des Liedes 35 von Ulrich von Singenberg. In monologischer Form klagt das lyrische Ich des Liedes die Welt als betrügerisch an und preist ein Leben im Sinne Gottes, welches die wahre Freude und Erlösung im Jenseits zur Folge hat. Da das Leben auf Erden und somit auch alle Freuden und Glücke vergänglich sind, sol

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