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Die South Sea Bubble in England (1720): Börsenschwindel und Spekulationsfieber in der frühen Neuzeit

Die South Sea Bubble in England (1720): Börsenschwindel und Spekulationsfieber in der frühen Neuzeit

Paperback

Business GeneralGeneral Sociology

ISBN10: 3640836413
ISBN13: 9783640836413
Publisher: Grin Verlag
Published: Feb 19 2011
Pages: 24
Weight: 0.10
Height: 0.06 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Note: 1, Universität Wien (WISO), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Platzen der South Sea Bubble markiert einen der bekanntesten und grö ten Börsencrashs der vorindustriellen Epoche. Das Unglück ereignete sich im Jahr 1720, als die Aktie der South Sea Company innerhalb weniger Monate einen fulminanten Höheflug erlebte, und danach noch im selben Jahre ebenso schnell wieder abstürzte. Der bewusst gewählte Name der Handelsgesellschaft suggerierte den Anteilsnehmern sich am hochprofitablen Südseehandel (Ausbeutung der südamerikanischen Kolonien) zu beteiligen. Vielmehr wurden jedoch niemals nennenswerte Gewinne im scheinbaren Kerngeschäft der Gesellschaft erwirtschaftet. Stattdessen fungierte die South Sea Company überwiegend als gewöhnlicher Finanzdienstleister dessen ma gebliches Hauptgeschäft die Refinanzierung der britischen Staatschulden darstellte. Dank günstiger Konditionen und Verflechtungen mit der Politik, hielt die vermeintliche Handelsgesellschaft gegen 1720 bereits über 80% der britischen Staatsschulden. Die South Sea Bubble in London, wie sie schon von den Zeitgenossen genannt wurde, war mit dem Law' schen Börsenfieber in Paris und dessen Mississippigesellschaft sehr gut zu vergleichen. Auch hier war der unmittelbare Zweck die Ablösung der drückenden Staatsschulden, wobei man das Anlegerpublikum ebenfalls mit der Suggestion ferner Schätze in den Kolonien köderte. Der einzige Unterschied bestand, darin das Law seine Wirkungsstätte als armer Mann verlie - somit mutma lich an sein System geglaubt hatte - während die Drahtzieher der South Sea Company rechtzeitig ihre Schäfchen ins Trockene brachten und das sinkende Schiff sich selbst überlie en.

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