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Die Freigeld- und Freilandtheorie von Silvio Gesell (1862-1930): Eine rezeptionsgeschichtliche Betrachtung unter besonderer Beruecksichtigung von John

Die Freigeld- und Freilandtheorie von Silvio Gesell (1862-1930): Eine rezeptionsgeschichtliche Betrachtung unter besonderer Beruecksichtigung von John

Paperback

Series: Europäische Hochschulschriften / European University Studies / Publications Universitaires Européenn, Book 3347

Business GeneralEconomicsInvesting & Finance

ISBN10: 3631597533
ISBN13: 9783631597538
Publisher: Peter Lang
Published: Oct 22 2009
Pages: 186
Weight: 0.50
Height: 0.40 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
In der ersten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts war neben vielen anderen vor allem der deutsch-argentinische Ökonom Silvio Jean Gesell (1862-1930) bemüht, einen dritten Weg abseits der Standardökonomie zu finden. Er entwickelte die Theorie der Freiwirtschaft, die er in seinem Hauptwerk Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld (1916) veröffentlichte. Gesells besonderer Beitrag zur Theorie des Geldes und des Zinses ist, dass er deutlich unterscheidet zwischen dem Zins und der Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals. Ferner beschreibt er, dass der Besitz an Geld nur unbedeutende Durchhaltekosten verursacht, wohingegen Vorräte von Waren mit weit höheren Durchhaltekosten belastet sind. Die Anhänger Gesells haben schon früh auf Parallelen zu Keynes Liquiditätstheorie hingewiesen und darauf, dass in der The General Theory of Employment, Interest and Money (1936) neben der klassischen Idee, dass der Zinssatz primär durch die Zentralbank bestimmt ist, eine Zinstheorie entworfen wird, in der durch die Entscheidung zu horten der Zinssatz zum Preis für eine aufgegebene Liquidität wird. Darüberhinaus ist Keynes' positive Würdigung der Person Gesells und seiner Reformvorschläge so gut wie unbekannt.

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