• Open Daily: 10am - 10pm
    Alley-side Pickup: 10am - 7pm

    3038 Hennepin Ave Minneapolis, MN
    612-822-4611

Open Daily: 10am - 10pm | Alley-side Pickup: 10am - 7pm
3038 Hennepin Ave Minneapolis, MN
612-822-4611
"Vergossen, Mutter! Kindesblut": Das Motiv des Kindsmords in Gotthold Friedrich Stäudlins "Seltha" und Friedrich Schillers "Die Kindsmörderin"

"Vergossen, Mutter! Kindesblut": Das Motiv des Kindsmords in Gotthold Friedrich Stäudlins "Seltha" und Friedrich Schillers "Die Kindsmörderin"

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 365626564X
ISBN13: 9783656265641
Publisher: Grin Verlag
Published: Sep 4 2012
Pages: 38
Weight: 0.14
Height: 0.09 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Kindermord! traum ich oder wach ich? - ist sie möglich, die That [...]? Verhüll' dein Antliz Jahrhundert! beug dich nieder Europa! von deinen Richterstühlen erschallet die Antwort - Zu tausenden werden meine Kinder von der Hand der Gebährenden erschlagen. Die Worte, die dieser Einleitung voranstehen, sind zwar voller Pathos und erscheinen höchst hyperbolisch, doch sie spiegeln durchaus die Realität des 18. Jahrhunderts wider: Zu dieser Zeit sah sich insbesondere Deutschland mit einer derart hohen Anzahl an Kindsmordfällen konfrontiert, dass sich daraus Auswirkungen auf Justiz, Medizin, Pädagogik und sogar die Literatur ergaben. Besonders zwei Aspekte waren es, die die Öffentlichkeit in diesem Zusammenhang bewegten. So formuliert der Schweizer Pädagoge JOHANN HEINRICH PESTALOZZI in seiner wegweisenden Abhandlung Ueber Gesezgebung und Kindermord (1783), aus der auch das vorangehende Zitat stammt, folgende Frage: Europa! was bringt deine Gebährerinn zum Mord ihrer Kinder? woher quillt die Verzweiflung im Busen des Mädchens? da es - o Gott! [...] erwürget des Kind seiner Schmerzen. Die Frage nach den Motiven, die Frauen dazu bewegten, ihre Neugeborenen zu töten, bildete einen der beiden Schwerpunkte in der Diskussion um den Kindsmord. Den anderen zentralen Aspekt spricht PESTALOZZI ebenfalls gleich zu Beginn seines Aufsatzes an und verdeutlicht seinen Standpunkt dazu mit klaren Worten: Stek ein das Schwerdt deiner Henker Europa! es zerfleischet die Mörderinnen umsonst! Der Schweizer Sozialreformer zeigt sich als absoluter Gegner des au erordentlich rigorosen damaligen Strafrechts, das vor allem auf Abschreckung setzte, und deshalb für das Delikt des Kindsmords die Todesstrafe vorsah. Neben juristischen, medizinischen und pädagogischen Schriften entstanden besonders in der zweiten Hälfte des 18. Ja

Also in

General Reference