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Vanitas und aeternitas. Von der Sünde zum Seelenheil in Gryphius' "Cardenio und Celinde, Oder Unglücklich Verliebete"

Vanitas und aeternitas. Von der Sünde zum Seelenheil in Gryphius' "Cardenio und Celinde, Oder Unglücklich Verliebete"

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3656866406
ISBN13: 9783656866404
Publisher: Grin Verlag
Published: Jan 7 2015
Pages: 32
Weight: 0.12
Height: 0.08 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 5,5 (= 1,5 in D), Universität Zürich (Deutsches Seminar), Veranstaltung: Vanitas-Lyrik, Sprache: Deutsch, Abstract: Gryphius schrieb sein Trauerspiel Cardenio und Celinde kurz nach dem Ende des Dreissigjährigen Krieges: Zu einer Zeit, in der sich die Menschen der Gerechtigkeit Gottes - der nicht nur die schlechten, sondern auch die guten Menschen straft - nicht mehr sicher waren und zu der eine unglaublich starke Furcht vor dem Tod herrschte. Dies stellt somit auch aus der Sicht der Kirche eine äusserst kritische Zeit dar, in der bei einigen Menschen eine allmähliche Säkularisierung des Denkens einsetzte, die schliesslich zu eine[r] wachsende[n] Zahl religiöser Einzelgänger [führte], die mit zentralen Lehren des christlichen Glaubens br[a]chen oder sich gar von der Religion abwandten. Aus dem erregten Missfallen über die mangelnde Gläubigkeit und die unchristliche Lebensweise vieler Menschen, kamen im 17. Jahrhundert die ersten pietistischen Gedanken und Diskurse auf, die den Pfad für den Pietismus ebneten, der danach strebte, die Frömmigkeit der Christen mit Erbauungsliteratur wieder aufleben zu lassen. Da diese frühpietistischen Gedanken bereits existierten, als Gryphius - der in vielfältigen Beziehungen zur Frömmigkeitsbewegung stand - sein Trauerspiel verfasste, und sein Werk unmissverständlich den didaktischen Zweck der Rückführung zum Glauben und zu einer gottgefälligen Lebenseinstellung, die zum Seelenheil führt, zu erfüllen sucht, kann man auch vermuten auf was für ein Typ von Zuschauern sein Werk zugeschnitten war. Daher werden dem Publikum nicht ein adeliger vorbildlicher Held und - um beiden Geschlechtern gerecht zu werden - eine ebensolche Heldin vorgestellt. Es werden ihm zur besseren Identifizierung - und somit zur Erreichung einer tieferen Katharsis - zwei in Sünden und lasterhafte Affekte verstrickte Protagonisten aus dem gehobenen städti

Also in

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