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Theodor Fontanes Verständnis des Prinzips "Verklärung"

Theodor Fontanes Verständnis des Prinzips "Verklärung"

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3656119775
ISBN13: 9783656119777
Publisher: Grin Verlag
Published: Feb 4 2012
Pages: 52
Weight: 0.18
Height: 0.12 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Deutsche Philologie), Veranstaltung: Verklärung: Theorie und Praxis des bürgerlichen Realismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Realität ist das nicht zu leugnende einzelne faktum bzw. datum. Realismus dagegen scheint jedoch mehr zu sein oder, wie es Francis Bacon nahe legt, eine Haltung zu sein. Wenn stellt sich die Frage wozu? Wozu verhält sich ein Realist und warum? Auch in der Kunst scheint das Sich-Beziehen des Realisten gegenwärtig ein neu entdecktes Thema zu sein. In der Schilderung von Vladimir Brik, dem Protagonisten aus Aleksandar Hemons Roman Lazarus, zeigt sich die Bezugsgrö e des Realismus in kollektive Identitäten prägenden Gewissheiten, die als Wahrheiten geglaubt und für Realitäten gehalten werden. Der Realismus ist hier mehr als nur blo e Wirklichkeit, es ist eine künstliche geschaffene Wirklichkeit. Zielcke wiederum spielt mit seiner Kritik eines 'Umschlagens' des Idealismus in Realismus in der aktuellen Diskussion um den Roman Axolotl Roadkill von Hegemann auf die bereits in der Literaturepoche des deutschen, bürgerlichen Realismus vorgebrachten Einwände. Sowohl Zielcke als auch Vertreter des poetischen Realismus wenden sich gegen einen Realismus, der eingrenzt. Sie verlangen nach einem Realismus, der durch die Verklärung entgrenzt. Verklärung, ein zentraler Begriff des poetischen Realismus, ist sowohl zeitlich als auch inhaltlich in der Zeit nach der Aufklärung zu verorten. Nicht die Emanzipation des Staates von der Religion, nicht die Fortsetzung des Kampfes um die Wahrheit zwischen wissenschaftlich fundiertem Wissen und religiösen Glauben erlangte in der Zeit von 1848-1900 literarische Bedeutung, sondern die Frage nach dem Beitrag der religiösen Institutionen und ihrer Vertreter in der zunehmend industrialisierten und urbanisierten Welt wurde zu einem wichtigen Thema. Der vorliegenden Arbe

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