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Surrealismus und Identität: André Bretons Theorie des Kryptogramms: Eine poststrukturalistische Lektüre seines Werks

Surrealismus und Identität: André Bretons Theorie des Kryptogramms: Eine poststrukturalistische Lektüre seines Werks

Paperback

General Reference

ISBN10: 3868155201
ISBN13: 9783868155204
Publisher: Igel Verlag Gmbh
Published: Jun 25 2010
Pages: 188
Weight: 0.56
Height: 0.43 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
André Breton (1896-1966), der als Begründer oder Chef-Ideologe der surrealistischen Bewegung im Frankreich der 20er und 30er Jahre gilt, wird in der überwiegend unsurrealistischen deutschen Literaturwissenschaft immer noch vorrangig als Avantgardetheoretiker im Zusammenhang des unvollendeten Projekts der Moderne interpretiert. Diese rationalistische Vereinnahmung hat die Kritik gegenüber einer höchst originellen - dem rationalistischen Diskurs gegenüber subversiven - Schrift- und Interpretationstheorie in den Texten von Breton blind gemacht. Da diese Theorie auch der französischen Kritik entging, ist um so erstaunlicher, als sie doch erst im Lichte neuerer - hierzulande unter dem Etikett Poststrukturalismus bekannt gewordener - französischer Entwürfe sichtbar wird. Tatsächlich präfigurieren Bretons Texte etwa Deleuzes Nietzsche-Interpretationen, Lacans Spiegelphasentheorie, Derridas différance-Begriff, Foucaults Subversion des Autorbegriffs oder Baudrillards Theorie-Fiktion der Verführung. Gerd Hötter erarbeitet in der Auseinandersetzung mit den Schriften von Habermas und Bürger Bretons Schrifttheorie, ihre Präfiguration für die Entwürfe von Deleuze bis Foucault und findet damit eine entscheidende neue Sichtweise für die Beschäftigung mit dem Bretonschen Werk.

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