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Mythos und Aktualität. Der Generationenkonflikt in Dorsts "Merlin"

Mythos und Aktualität. Der Generationenkonflikt in Dorsts "Merlin"

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3640865367
ISBN13: 9783640865369
Publisher: Grin Verlag
Published: Mar 25 2011
Pages: 24
Weight: 0.09
Height: 0.06 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Technische Universität Dresden (Germanistik - Neuere deutsche Literatur), Veranstaltung: Theaterseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Über ein Theaterstück zu schreiben erweist sich oft problematischer als sich mit einem Roman oder mit einem Werk zu beschäftigen, das nur für Leser geschrieben worden ist. Im Vergleich mit dieser Art Literatur zeigt das Drama einen weiteren Aspekt, der einige Schwierigkeiten in der kritischen Annäherung hervorruft: Das von dem Autor geschriebene Originalstück muss für jede Aufführung dem Theater, den Schauspielern, aber auch dem Geschmack des Regisseurs adaptiert werden. Dadurch entstehen viele verschiedene Versionen, die gro e Unterschiede enthalten und manchmal sogar wenig miteinander zu tun haben. Worauf sollte man sich beziehen? Auf dem Original des Autors? Oder sollte man lieber ein bestimmtes Regiebuch oder Einstudierung eines Regisseurs in acht nehmen? Oder sollte man direkt eine Aufführung kommentieren? Das kann allgemein für jedes Drama gesagt werden, aber mit Merlin oder Das wüste Land von Dorst wird das Problem noch grö er. Das Stück ist ein gigantisches Werk, das mehr als dreihundert Seiten umfasst und in dem der Autor gleichzeitig viele Varianten von derselben Szene einführt (ein Beispiel ist die letzte Szene, von der uns Dorst drei verschiedene Versionen bietet: eine des Theaters, eine der Naturwissenschaft - die berühmteste mit dem erloschenen Zwergenplaneten - und eine des alten Märchens). Wenn man Merlin in voller Länge im Theater spielen wollte, würde es eine Spieldauer von mindestens fünfzehn Stunden ergeben. Ulrich Schreiber nennt es sogar das umfänglichste Theaterstück der Nachkriegszeit2. Mit so einer kolossalen Länge sind für jede Aufführung auf der Bühne radikale Kürzungen notwendig: Es reicht nicht, nur Sentenzen und Auftritte zu schneiden, sondern es müssen auch ganze Teile gestrichen werden, die in der ursprün

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