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Die moderne Erzählproblematik am Beispiel von Max Frisch: Stiller

Die moderne Erzählproblematik am Beispiel von Max Frisch: Stiller

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3640431812
ISBN13: 9783640431816
Publisher: Grin Verlag
Published: Sep 29 2009
Pages: 38
Weight: 0.14
Height: 0.09 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Karlsruhe (TH) (Institut für Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Hauptseminar: Max Frisch: Stiller, Sprache: Deutsch, Abstract: Das ist die erschreckende Erfahrung dieser Untersuchungshaft: ich habe keine Sprache für meine Wirklichkeit! (Stiller, S. 84). Diese Erkenntnis ist immer wieder Anlass dafür, dass der Tagebuchschreiber alias White in seinen Aufzeichnungen nach seiner eigenen Wirklichkeit und Sprache jenseits von Rollenzuweisungen und Klischeedenken sucht, mit denen er von seinen Bekannten konfrontiert wird. Durch andere sprachliche Darstellungsmöglichkeiten will er einer eindeutig fixierbaren Lebensgeschichte und Identität entgehen. Dass sich der Prozess der Selbstfindung innerhalb zahlreicher Lebensmöglichkeiten der modernen Gesellschaft äu erst schwierig gestaltet, hat Max Frisch sowohl philosophisch als auch romantheoretisch als Sprach- und Identitätsproblematik immer wieder thematisiert. Diese Arbeit möchte sich der für Stiller charakteristischen Identitätsproblematik unter diesem sprachphilosophischen und romantheoretischen Blickwinkel nähern und sich nicht einer eingehenden Analyse des Inhaltlichen und der problematischen Beziehungskonstellationen der Figuren widmen. Vielmehr soll untersucht werden, mit welchen sprachlichen und strukturellen Mitteln das Grundgefühl der Romanfigur: Ich bin nicht ihr [!] Stiller (St, S. 49) als hintergründige Realität des Textes hervorscheinen und sich entwickeln kann. Angesichts des umfangreichen Romans mit seiner komplexen Struktur ist man anfangs geneigt, in der multiperspektivisch angelegten Erzählung mit ihren zusätzlichen Geschichten eine adäquate Form vorzufinden, die eine scheinbar vielseitige Betrachtung der Identität Stillers ermöglicht. Dass dies in der Tat die einzig mögliche sprachliche Darstellungsform von Realität ist, jedoch nicht im Sinn einer scheinbar objektivierbaren Annäh

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