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Manipulation und Täuschung in Fontanes "Unterm Birnbaum"

Manipulation und Täuschung in Fontanes "Unterm Birnbaum"

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3656228019
ISBN13: 9783656228011
Publisher: Grin Verlag
Published: Jul 2 2012
Pages: 22
Weight: 0.09
Height: 0.05 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für deutsche Literatur), Veranstaltung: L'effet de réel - Literaturen des Realismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Theodor Fontanes Unterm Birnbaum ist eine als Roman ausgewiesene Kriminalgeschichte, die heute als Kriminalnovelle verstanden wird. Fontane, als Vertreter des poetologischen Realismus, hat eine ganz eigene Vorstellung von dem, was Realismus ist. Realismus ist für ihn nicht das nackte Wiedergeben alltäglichen Lebens, am wenigsten seines Elends und seiner Schattenseiten, sondern das Herausgreifen interessanter Aspekte und die Darstellung dieser mit künstlerischer Hand. Fontane greift in Unterm Birnbaum reale Geschehnisse seiner Zeit auf und setzt sie in überhöhter Form zu einer Geschichte zusammen. Mit dieser künstlerischen Schöpfung entspricht er seinem eigenen Konzept von Realismus. In Abgrenzung zu dem, was Realismus nicht ist, definiert Fontane was er ist folgenderma en: Der Realismus will nicht die blo e Sinnenwelt und nichts als diese; er will am allerwenigsten das blo Handgreifliche, aber er will das Wahre. Er schlie t nichts aus als die Lüge, das Forcierte, das Nebelhafte, das Abgestorbene - vier Dinge, mit denen wir glauben, eine ganze Literaturepoche bezeichnet zu haben. Auch im Sinne der Aussage damit was Realismus ist, erfolgt eine Auseinandersetzung in der Novelle, nämlich auf inhaltlicher und erzähltechnischer Ebene. Es handelt sich um eine literarische Umsetzung einer Kritik von Interpretations- und Kompositionshaltung, die das Schlussfolgern einer Wirklichkeit aus der Verfolgung gegenständlicher Indizien ablehnt. Das Handgreifliche wird hierbei als das Wahre gedeutet und nicht hinterfragt - ein Konzept, dessen Ästhetisierung der Realismus explizit ablehnt . Das Urteilen nach oberflächlichen, naheliegenden Fakten ist es, was kritisiert wird und genau mit dieser Interpretationshaltung spie

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