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Goethes "Wahlverwandtschaften" als sprachkritischer Roman

Goethes "Wahlverwandtschaften" als sprachkritischer Roman

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3656236968
ISBN13: 9783656236962
Publisher: Grin Verlag
Published: Jul 19 2012
Pages: 28
Weight: 0.11
Height: 0.07 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität zu Köln, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung: Würde man Johann Wolfgang von Goethe in seiner dichterischen Tätigkeit charakterisieren, so müsste man ihn als ein sprachliches Genie bezeichnen. Kaum ein anderer wei mit der Sprache so umzugehen und kann sich so anschaulich und mannigfaltig ausdrücken. Um so verwunderlicher wirkt dann der Titel dieser Arbeit: Goethes Wahlverwandtschaften als sprachkritisches Werk. Denn Sprachkritik gehört nicht unbedingt zu den ersten Assoziationen, mit denen Goethes Werke in Verbindung gebracht werden. Und doch lassen sich eben auch sprachkritische Momente in Goethes theoretischen, aber auch literarischen Schriften erkennen. Diese Feststellung findet sich auch in der Literatur über Goethes Äu erungen zur Sprache. Dabei zeigt sich zunächst, dass für Goethe Sprache immer ein bedeutendes Thema war. Doch wie genau sah seine Sprachauffassung aus? Sollte man nicht denken, dass Goethe die Sprache als Ausdrucksmittel besonders schätzte und von ihr als einzig wahre Aussageform überzeugt war? Betrachtet man seine sprachbezogenen Äu erungen, so lässt sich dieser Standpunkt vorerst nicht bestreiten. Andererseits war sich Goethe sowohl der eigenen Sprachkompetenz als auch dem Vermittlungspotenzial der Sprache im Allgemeinen nicht immer sicher, sodass sich bei ihm von einer Ambivalenz zwischen Sprachvertrauen und Sprachkritik sprechen lässt. Ein ähnliche Bild von Goethes Spracheinschätzung nimmt auch Andrea Bartl in ihrer Darstellung zur Sprachskepsis in der deutschen Literatur um 1800 wahr. Wie genau diese Bewertungen der Sprache durch Goethe aussahen, wird in einem weiteren Teil dieser Arbeit näher dargelegt. Bevor ich jedoch speziell auf die sprachtheoretischen Abhandlungen Goethes eingehe, werde ich zunächst den Begriff der Sprachskepsis, wie er vor allem von Günter Sa e entworfen wurde, thematisieren. Auf dem theoretischen Hinter

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