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Familientherapie Und Familienforschung

Familientherapie Und Familienforschung

Paperback

Medical ReferenceGeneral Psychology

ISBN10: 370919492X
ISBN13: 9783709194928
Publisher: Springer
Published: Jan 10 2012
Pages: 168
Weight: 0.62
Height: 0.37 Width: 6.69 Depth: 9.61
Language: German
In der psychiatrischen und psychotherapeutischen Praxis hat sich in den letzten 20 Jahren eine Hinwendung zur Familien- und Paartherapie vollzogen. Wahrend aber in den westlichen Landern geradezu ein familientherapeutischer Boom iiber die Psychiatrie hinwegrollte, mit oft praxisfeindlicher, wei 1 unpraktikabler Auswei- tung dieses neuen Therapieansatzes, entwickelten sich bei uns nur sporadisch in einigen Einrichtungen familientherapeutische Aktivitaten. Viele Praktiker standen der familienorientierten Therapie skeptisch gegeniiber, einmal weil sich die Familien- therapie von ihrem Krankheitsverstandnis her zum Teil einseitig soziogenetisch orientiert darstellte, aber auch wei I sie in dieser Richtung miBverstanden wurde. Andererseits waren in den letzten Jahren Probleme der psychiatrischen Grund- versorgung in unserem Lande vorrangig zu losen. Obwohl der ProzeB der wissenschaftlichen Theorienbildung und der sie begleiten- den psychiatrischen F orschung noch Iangst nicht als abgeschlossen zu betrachten ist, hat die Diskussion iiber den Krankheitsbegrilf in der Psychiatrie heute einseitige soma to- oder psychosoziogenetische Orientierungen weitestgehend iiberwunden und die Stellung sozialpsychologischer Faktoren in der Atiopathogenese psychopatho- logischer Syndrome erkannt, so daB sie sich berechtigt in praktischem Handeln niederzuschlagen beginnt, wofUr sicher auch die rasch erforderlich gewordene 2. Auf- lage dieses Buches spricht. Auch in Zukunft wird die familientherapeutische Praxis selbst Quelle weiterer wichtigerErkenntnisse sein. Andererseits sind sicher empirische Untersuchungen, wie sie auch - in Fortsetzung friiherer Forschungen im Arbeitskreis - in diesem Band aufgenommen wurden, von groBem praktischem Wert, weil sie letztlich auch das therapeutische Handeln legitimieren.

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