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Exkulpationsstrategien nach 1945 und was sie über Bürokratie erzählen: Eine funktionalpragmatische Analyse exemplarischer Aussagen der Auschwitz-Täter

Exkulpationsstrategien nach 1945 und was sie über Bürokratie erzählen: Eine funktionalpragmatische Analyse exemplarischer Aussagen der Auschwitz-Täter

Paperback

General Reference

ISBN10: 3668372950
ISBN13: 9783668372955
Publisher: Grin Verlag
Published: Jan 4 2017
Pages: 76
Weight: 0.24
Height: 0.18 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Technische Universität Dortmund (Institut für deutsche Sprache und Literatur), Sprache: Deutsch, Abstract: In knapp mehr als zwei Jahren wurden allein im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau rund 1,5 Millionen Menschen getötet - nach der ersten Schätzung des Lagerkommandanten Rudolf Hö , der 1947 nach Verurteilung hingerichtet worden war, waren es 3,5 Millionen. Vom 20. Mai 1940, als der erste Häftlingstransport eintraf, bis zur Befreiung des Lagers im Januar 1945 arbeiteten insgesamt etwa 7.000 SS-Aufseher im Lager. Allein in diesem Lagerkomplex kamen also, überschlägt man grob die Zahlen, pro Monat rund 27.000 Menschen zu Tode, also etwa 900 pro Tag. Berücksichtigt man, dass selten mehr als 3.000 bis 4.000 Aufseher gleichzeitig im Lager arbeiteten, wären das pro Aufseher pro Monat etwa 9 Morde, über mehrere Monate oder Jahre hinweg an jedem dritten Tag einer - rein durchschnittlich. Die Frage nach dem 'Wie konnte das passieren' stellte sich wohl spätestens nach der Befreiung des Lagers vor 70 Jahren der grö te Teil der Weltbevölkerung, und damit einhergehend die Frage danach, was die Zeit unter der Herrschaft des NS-Regimes mit den Opfern machte, was sie mit der Bevölkerung machte, und am Ende, wie die Täter zu Tätern wurden. Diese Arbeit befasst sich dazu mit den Exkulpationsstrategien ausgewählter Auschwitz-Täter vor dem Frankfurter Schwurgericht in den Jahren 1963 bis 1965.

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