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Die Xenien Goethes und Schillers

Die Xenien Goethes und Schillers

Paperback

Literary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3640872029
ISBN13: 9783640872022
Publisher: Grin Verlag
Published: Mar 21 2011
Pages: 64
Weight: 0.21
Height: 0.15 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: sehr gut, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Das Epigramm, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft hei t es, der Begriff Xenie sei seit der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts geläufig. Frieder von Ammon bestreitet dies und sagt, dass dieser Begriff exakt im September 1796 bekannt wurde - mit dem Erscheinen der Xenien Schillers und Goethes im Musen-Almanach für das Jahr 1797. Der Literarhistoriker Franz Horn - ein Zeitzeuge - sagt rückblickend über die Reaktionen nach dem Erscheinen der Xenien: Ich erinnere mich jener Zeit noch sehr genau, und darf, der völligen Wahrheit gemä , erzählen, dass vom November 1796 bis etwa Ostern 1797 das Interesse für die Xenien in den gebildeten Ständen bei Lesern und auch bei sonstigen Nichtlesern auf eine Weise herrschte, die alles andere Literarische überwältigte und verschlang. Kurt Klinger (1982) konnte kein Ereignis ausfindig machen, das mehr Ha , Erbitterung und nackte Wut ausgelöste hätte, als diese Sammlung von Zweizeilern. Angesichts dieser Aussagen muss es umso mehr erstaunen, dass die Xenien heute so gut wie unbekannt sind. Gerade in der Rezeption Goethes und Schillers als Klassiker waren die Xenien eher störend. So kann man in Emil Staigers Goethebuch lesen: Für Goethe und Schiller aber war das nur ein unerlässliches Vorspiel für das Eigentliche, das kam, das, in der Stille gereift, ihr Gemüt als herrliche Verhei ung entzückte. Erst in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich dies geändert. Vor allem die literaturpolitischen Aspekte der Xenien und die literarhistorische Bedeutung des Xenienstreits wurden inzwischen ausführlicher untersucht. Der Marginalisierung des Xenions im offiziellen Kanon der deutschen Literatur und Germanistik bis in die 1980er Jahre steht jedoch die Tradition dieser Gattung, die nichtsdestotrotz lebendig blieb,

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