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Pentaerithrityltetranitrat: Rationale Einer Modernen Koronartherapie

Pentaerithrityltetranitrat: Rationale Einer Modernen Koronartherapie

Paperback

Medical Reference

ISBN10: 3798513155
ISBN13: 9783798513150
Publisher: Springer Nature
Published: Oct 1 2001
Pages: 82
Weight: 0.35
Height: 0.19 Width: 6.69 Depth: 9.61
Language: German
In den letzten 2 Jahrzehnten ist es gelungen, die einzigartige Bedeutung des Stickstoffmonoxid (NO) für eine Vielzahl von biologischen Funktionen he- rauszuarbeiten. Die Ergebnisse der molekularbiologischen Forschung der letzten Jahre machen es verständlich, warum organische Nitrate seit Genera- tionen erfolgreich in der Akutbehandlung und Langzeitprophylaxe der Angi- na pectoris eingesetzt werden und ein unverzichtbarer Bestandteil der phar- makologischen Therapiemöglichkeiten bei der Behandlung der koronaren Herzkrankheit sind. NO-Donoren aus der Gruppe der Salpetersäureester sind Pro Drugs, die eine gestörte endogene, im Wesentlichen endotheliale NO- Produktion substituieren. Ausgangspunkt für die molekularbiologische For- schung über die Wirkungen von NO waren die Ergebnisse der Forschungs- arbeiten von Robert F. Furchgott. Seine Arbeitsgruppe konnte auf Grund ex- perimenteller Untersuchungen die Existenz eines endothelium-derived relax- ing factor (EDRF) postulieren. Die Gruppen von Salvator Moncada und Lou Ignarro konnten die Identität des EDRF mit dem NO-Radikal nachweisen. Sie erhielten dafür 1998 den Nobelpreis. Dies unterstreicht die hohe klinische Relevanz der wissenschaftlichen Forschungsarbeiten mit NO. Die seit mehr als 100 Jahren therapeutisch eingesetzten organischen Nitra- te haben auf Grund der intensiven experimentellen pharmakologischen Ar- beiten das Stadium der Empirie verlassen und repräsentieren heute eine ra- tional begründbare Substitutionstherapie. Für die Wirkmechanismen liegen experimentell sehr gut abgesicherte Modellvorstellungen vor. Allerdings gibt es ungeachtet vieler grundsätzlicher Gemeinsamkeiten innerhalb dieser Sub- stanzklasse Unterschiede in Wirkstärke, Wirkdauer sowie zu einem gewissen Ausma auch im Wirkort. Die pharmakokinetischen und pharmakodyna- mischen Unterschiede beruhen auf unterschiedlichen physikochemischen Ei- genschaften.

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