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Bildungsarbeit mit Frauen: Ein sozialpädagogischer Ansatz zur Persönlichkeitsentwicklung

Bildungsarbeit mit Frauen: Ein sozialpädagogischer Ansatz zur Persönlichkeitsentwicklung

Paperback

General Education

ISBN10: 3838601661
ISBN13: 9783838601663
Publisher: Diplom.de
Published: Jul 30 1997
Pages: 92
Weight: 0.29
Height: 0.22 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Inhaltsangabe: Einleitung: Erwachsenenbildung als Ziel zur Verbesserung der eigenen Lebenssituation ist nicht neu. Bildung macht frei und unabhänig. Bereits Frauen in mittelalterlichen Klöstern nutzten die Möglichkeit der Bildung, die im Familienverband in der Regel nicht zugänglich waren. Die Frauenfrage in 19. Jahrhundert war unter anderem eine Bildungsfrage mit der Forderung nach dem Recht auf Bildung und Arbeit. Der bedeutende brasilianische Volkspädagoge Paulo Freire hat sich Zeit seines Lebens für die Erziehung zur Selbstbefreiung eingesetzt. Die Lebenssituation der südamerikanischen unterdrückten Bevölkerung kann laut Freire nur durch den Erkenntnisvorgang, der aus dem Lernen resultiert, bewu t gemacht werden und damit eine Veränderung des eigenen Lebens bewirken. In seinem Modell educaca problematizadora ist Lernen die Wahrnehmung der eigenen Lebenssituation als Problem und die Lösung des Problems in Reflexion und Aktion und nicht das Fressen fremden Wissens. Gerade diese Erkenntnis, durch Bewu tmachung der eigenen Lebenssituation Veränderung herbeizuführen, ist ein frauenspezifisches Thema. Die Lebenswirklichkeiten von Frauen lassen sich durch Fakten darstellen: Frauen sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, haben geringere Ausbildungs- und Aufstiegschancen als Männer. Frauen sind durch Beruf und Haushalt erheblich überbelastet. Frauen sind im öffentlichen Leben, in Parlamenten, Parteien und in entscheidenden Positionen unterdurchschnittlich vertreten und sie sind noch immer Opfer von Mi handlungen und Vergewaltigungen. Warum es Frauen so viel Schwierigkeiten macht, ihre Rechte nach dem Gleichheitsgesetz wahrzunehmen, hängt auch mit einer jahrhundertealten Sozialisation in einer patriarchalischen Gesellschaft zusammen. Eine zugeordnete weibliche Rolle der Passivität und des Verzichtens lä t sich daher nicht von einer Generation zur nächsten ablegen wie ein abgetragener Mantel. Der freiwillige Verzicht zugunsten der anderen mu diesen Frauen zu

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