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Die Bedeutung der Bindungstheorie für die Soziale Arbeit. Jugendliche Mütter und ihre Kinder in der stationären Jugendhilfe

Die Bedeutung der Bindungstheorie für die Soziale Arbeit. Jugendliche Mütter und ihre Kinder in der stationären Jugendhilfe

Paperback

General EducationGeneral Sociology

ISBN10: 3668581487
ISBN13: 9783668581487
Publisher: Grin Verlag
Published: Jan 4 2018
Pages: 212
Weight: 0.62
Height: 0.48 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Diplomarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialarbeit, Note: 2,0, Fachhochschule Erfurt, Sprache: Deutsch, Abstract: Sind Schwangerschaften im Jugendalter per se schon mit enormen psychosozialen Belastungen für die Jugendliche verbunden, so stellen sie jugendliche Mütter, die Unterstützung seitens der Jugendhilfe brauchen, vor noch grö ere Herausforderungen. Diese, meist aus sozial schwachen Familien kommenden, Mütter haben seit früher Kindheit gehäuft negative Bindungserfahrungen in ihren Herkunftsfamilien machen müssen. Dazu zählen etwa Gewalt, Vernachlässigung, Missbrauch, Trennungen oder Armut. Sie weisen meist unsichere und hochunsichere Bindungsmuster und daraus folgend gravierende Verhaltensauffälligkeiten und Persönlichkeitsstörungen auf. Das führt häufig zur Überforderung der Betreuerinnen und des Jugendhilfesystems allgemein und somit oft sogar zur Entlassung der betroffenen Mutter. Will die Jugendhilfe dieser speziellen Problemlage gerecht werden, muss ihr Vorgehen die Wechselwirkung zwischen Bindungserfahrungen und Persönlichkeitsentwicklung berücksichtigen. Die wichtigste Grundannahme der Bindungstheorie nach John Bowlby für eine gesunde emotional-soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist das Vorhandensein mindestens einer engen und dauerhaften Bindung zu einer erwachsenen Person, welche sich kontinuierlich und feinfühlig um das Kind oder den Jugendlichen kümmert und ihm Schutz und Sicherheit gewährleistet. Ist es möglich, dass junge Mütter mit unsicheren Bindungsrepräsentationen eine liebevolle und verlässliche Beziehung zu ihrem Kind aufbauen können? Der bindungsbasierende Ansatz der sozialen Arbeit sieht vor, dass die Erzieherinnen in den Jugendhilfeeinrichtungen eine sichere Basis für betroffene Mütter bilden. Dadurch sollen diese neue positive Bindungserfahrungen machen, um ihre inneren Arbeitsmodelle zugunsten sicherer Bindungsrepräsentationen zu verändern und die transgenerationale Weitergabe von unsicheren und

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