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Vincent van Gogh: Der Roman eines Gottsuchers

Vincent van Gogh: Der Roman eines Gottsuchers

Paperback

General Fiction

ISBN10: 1518782299
ISBN13: 9781518782299
Publisher: Createspace
Published: Oct 24 2015
Pages: 238
Weight: 0.58
Height: 0.54 Width: 5.00 Depth: 7.99
Language: German
Die au ergewöhnliche Biographie Vincent van Goghs in Romanform. Ein Malerschicksal ohnegleichen. Van Gogh hat uns etwas vorgemacht, das uns alle angeht, nicht nur Künstler und Literaten, nicht nur Kunstfreunde und Kenner; die am wenigsten. Alle Menschen, die sich nicht widerstandslos dem gro en Treibeis unterwerfen, geht er an, alle Sehnsüchtigen, alle Bedrückten, alle Erniedrigten und Beleidigten, alle Glücklichen, die eine Hoffnung schwellt. Er hat uns mehr als Bilder vorgemacht. (.) Ein ma loses Herz brauchte er, um gegen die ungeheure Mauer anzurennen, die er selbst aufbauen half. Es steckt harte Gegenwart in seiner Kunst, der Verzicht eines rationalistisch Geschulten. Und zugleich steckt der Anprall empörerischer Leidenschaft darin. Ja, diese Leidenschaft übertrifft den Verzicht gleich ausbrechenden Flammen, aber mischt sich mit Scherben, die sie zerbrach, und höher erhebt uns der Anblick des trophäenlosen Kämpfers, der durch ein mit Bitterkeit überfülltes Dasein bis an die äu ersten Grenzen des Märtyrertums schritt, bis zuletzt demütig und ohne Klage. (.) Den Schreiter haben wir vor Augen, der mit jeder Regung, mit jedem Gedanken, jedem Wort nach dem Heil seiner Seele, nach dem Heil für uns alle schritt. Für uns alle! Es gehört zünftige Dialektik dazu, um in der Hingabe grö erer Genies an ihre Kunst Altruismus zu erkennen und einen Cézanne, der tobte, wenn ihn jemand ansprach, für einen Menschenfreund zu halten. Eine notwendige und durchaus sittliche Dialektik, ich wei . Was bleibt, wenn wir sie dran gäben und zum Beispiel Cézanne für einen Maniak hielten, der mit seiner Manie auch uns, anderen Maniaks, Vergnügen bereitet? Beileibe nicht daran rühren! Aber man bringe diese Dialektik den Freunden van Goghs bei, den Aardappeleters und den holländischen Webern, in deren Hütten sich der Winkel für ihn fand, dem Postboten in Arles, der Kneipenwirtin und den arlesischen Mädchen aus dem Freudenhaus. Sie verstanden ganz gewi seine Bilder ebensowenig wie die des Menschenfreunds in Aix, aber er selbst, der sonderbare Mensch mit dem roten Haar, ging ihnen auf. Auch sein Wahn schreckte sie nicht zu sehr. Solche Leute wissen damit umzugehen. Höchstens schreckte sie der Wahn in seinen Bildern, den unsere überlegene Ästhetik für den Gipfel der Gesundheit hält. (Aus dem Vorwort von Julius Meier-Graefe)

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