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Subjekt, System, Diskurs: Edmund Husserls Begriff Transzendentaler Subjektivität in Sozialtheoretischen Bezügen

Subjekt, System, Diskurs: Edmund Husserls Begriff Transzendentaler Subjektivität in Sozialtheoretischen Bezügen

Hardcover

Series: Phaenomenologica, Book 158

Philosophy

ISBN10: 0792364244
ISBN13: 9780792364245
Publisher: Springer
Published: Aug 31 2000
Pages: 320
Weight: 1.41
Height: 0.75 Width: 6.14 Depth: 9.21
Language: English
Dass Edmund Husserl am Problem der Intersubjektivität gescheitert ist, gilt als ausgemacht - und ebenso, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Entgegen dem allenthalben pauschal erklärten Abschied vom Subjekt' spricht aber vieles dafür, dass es in der gegenwärtigen Sozialtheorie eher um eine Reformulierung transzendentaler Subjektivität geht. Diese Interpretationsthese wirft ein neues Licht auf den sozialtheoretischen Diskurs, der im deutschen Sprachraum in den vergangenen dreissig Jahren vom Gegensatz von Jürgen Habermas' und Niklas Luhmanns Theorien bestimmt war: Diskurs' und System' erscheinen als gegensätzliche Versuche, Subjektivität' und Interität' in ein theoretisch befriedigendes Verhältnis zu setzen. Wenn aber - so die kritische These dieses Buches - weder die Reformulierung von Subjektivität als Interität' noch die Reformulierung von Subjektivität ohne Interität' das Problem der Intersubjektivität überzeugend löst, ist dies ein Grund, neuerlich in eine direkte Auseinandersetzung mit Husserls Theorie transzendentaler Subjektivität einzutreten. Dabei stellt sich heraus, dass Husserls vielkritisierter und -skandalisierter Versuch, den Sinn Anderer' im Eigenen' zu fundieren, in der transzendentalphänomenologischen Subjekttheorie durch ein umgekehrtes Begründungsverhältnis konterkariert wird. Bei aller Problematik dieser Theorieanlage - welche nur in Gegenwendung zu den Gewohnheiten der Husserl-Interpretation, vor allem aber auch zu Husserls Selbstinterpretation in den Blick kommt - zeigt sich, dass der phänomenologische Begriff des transzendentalen Subjekts seinen Reformulierungen als Diskurs und als System in mancher Hinsicht überlegen ist.

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