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Hermeneutik literarischer Sinnlichkeit

Hermeneutik literarischer Sinnlichkeit

Hardcover

Series: Communicatio, Book 31

PhilosophyLiterary CriticismGeneral Reference

ISBN10: 3484630310
ISBN13: 9783484630314
Publisher: De Gruyter
Published: Jun 16 2003
Pages: 316
Weight: 1.38
Height: 0.75 Width: 6.14 Depth: 9.21
Language: German

Was ist an einem literarischen Text schön, was vollkommen, lebendig, anschaulich? Inwiefern kann Literatur sinnlich sein? Was bedeutet ästhetische Erfahrung am literarischen Text? Wenn sich in der frühen Neuzeit und besonders im Jahrhundert der Aufklärung Literalität mehr und mehr durchsetzt, stellen sich diese Fragen mit aller Schärfe. Die Aufwertung der Aisthesis und die Entstehung der Ästhetik als einer selbständigen philosophischen Disziplin im 18. Jahrhundert etablieren daher auch - von Bodmer und Breitinger über Baumgarten und Meier bis hin zu Herder - einen ästhetischen Diskurs, der die Sinnlichkeit der Kunst und Literatur zum Gegenstand hat. Sinnlichkeit entfaltet die Literatur in ihrer Anschaulichkeit und in ihrem Rhythmus, ihrer synästhetischen Rezeption und ihrem Nachvollzug, in dem sich eine prägnante, bedeutsame Gestalt herausbildet. Die Präsenzerfahrung ästhetischer Gestaltbildung zeigt sich besonders gut im Modell des Theaters. Denn die Performativität der Aufführung umgreift Produzenten, Werk und Rezipienten. Die Theatralität, die in diesem Modell liegt, ist auch eine besonders wichtige und charakteristische Konkretisierung literarischer Sinnlichkeit im 17. und insbesondere im 18. Jahrhundert. In dieser Zeit - das verdeutlichen die Studien an Gryphius, Klopstock, Lessing, Wieland, Herder und Schiller in systematischer Absicht - vollzieht sich sowohl eine Anreicherung der ästhetischen Erfahrung um Konzepte der Sinnlichkeit als auch eine Konzentration auf die spezifische ästhetische Leistungsfähigkeit des Kunstwerks, die für die Kunstauffassung und Hermeneutik der Moderne von ganz grundsätzlicher Bedeutung sind.

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