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Schrift und Schriftlichkeit im Rahmen mittelalterlicher Bildung

Schrift und Schriftlichkeit im Rahmen mittelalterlicher Bildung

Paperback

Medieval & Renaissance HistoryGeneral World History

ISBN10: 3668014442
ISBN13: 9783668014442
Publisher: Grin Verlag
Published: Jul 24 2015
Pages: 32
Weight: 0.12
Height: 0.08 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Allgemeines, Note: Sehr Gut, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Institut für Geschichte), Veranstaltung: SE Schrift und Schriftlichkeit im Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Bildung im Mittelalter ging hauptsächlich ohne Schrift und Schreiben können von Statten und war auch kein Bestandteil des täglichen Lebens. Für unsere heutige Zeit ist dies völlig undenkbar, da die Beherrschung von Schrift zur Grundvorraussetzung zum Funktionieren unserer Gesellschaft gehört und ein Analphabet als minderbegabt stigmatisiert und in Folge dessen oft ausgegrenzt wird. In der Welt des Mittelalters hingegen waren beinahe alle Teile der Bevölkerung Analphabeten und es war kein Manko. Für ein besseres Verständnis des mittelalterlichen Bildungsgedanken, ist es nötig, sich von unserem humanistischen oder auch Humboldtschen Bildundsideal zu entfernen. Das Wort Bildung, oder besser pildunga, wie es im Althochdeutschem hie , bedeutete im Mittelalter Bildnis oder auch Schöpfung und es gab keine direkte lateinische Entsprechung dafür. Es war vielmehr eine ganze Reihe von Wörtern, die die mittelalterliche Bildungswelt umschrieb: Durch erziehen und unterrichten (instruere und eruditio) gelangte man zur Klugheit (prudentia) und erreichte im Idealfall die Weisheit oder auch Einsicht (sapientia). Des Weiteren spielten noch Erkenntnis (cognitio) und Vernunft (ratio) für das Verständnis der Bibel eine gro e Rolle. Den Frauen sprach man eine ratio jedoch prinzipiell ab, weil ihre intellektuellen Fähigkeiten von Natur aus geringer eingeschätzt wurden, damit waren sie nicht in der Lage, zur Erkenntnis Gottes zu gelangen. Denn nach herrschender Auffassung war es ihnen unmöglich, den Intellekt von Affekten und körperlichen Bedürfnisssen zu trennen, dies war nur den männlichen Klerus vorbehalten. Um dieses Manko auszugleichen, wurde bei den Frauen die weibliche Unberührtheit ausschlaggebend für eine Annäherung zu

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