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Schamanismus - Zum Begriff Schamane und seiner Gültigkeit für mesoamerikanische religiöse Phänomene

Schamanismus - Zum Begriff Schamane und seiner Gültigkeit für mesoamerikanische religiöse Phänomene

Paperback

AnthropologyGeneral Racism & Ethnic Studies

ISBN10: 3640858301
ISBN13: 9783640858309
Publisher: Grin Verlag
Published: Mar 14 2011
Pages: 56
Weight: 0.19
Height: 0.13 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Ethnologisches Institut), Veranstaltung: Religionsethnologie: ausgewählte Probleme, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit den Begriffen Schamanismus und Schamane werden in der ethnologischen Fachliteratur weltweite religiöse Phänomene bezeichnet, obwohl die diesen Konzepten zugrunde liegenden ethnographischen Daten aus der Beobachtung religiöser Spezialisten und der Glaubens-vorstellungen nord- und zentralasiatischer Gruppierungen gewonnen wurden. In dieser Arbeit werden Ursprung, Begriffsgeschichte und gegenwärtige Verwendungen der Konzepte Schamanismus und Schamane untersucht, um daraufhin anhand Weltanschauung und religiöser Spezialisten zweier mesoamerikanischer Gruppierungen den Sinn dieser Begriffsverwendung in ethnologischer Arbeit besonders über Mesoamerika zu reflektieren. Untersucht man in synchroner Perspektive die Verwendung beider Begriffe in der neueren Fachliteratur, so wird schnell deutlich, das Schamanismus und Schamane einerseits sehr häufig zur Charakterisierung bestimmter Rollen und weltanschaulicher Elemente ethnographisch untersuchter Gesellschaften verwendet, andererseits aber durchaus unterschiedlich verstanden werden. Auch werden die beiden Konzepte nicht immer deckungsgleich verwendet; wie allgemein die Wortendung -ismus in der deutschen Sprache sowohl ideologische Systemen mit deduktiv erarbeiteten Grundprämissen (Leninismus, Katholizismus) wie auch musterhaft auftretende empirische Phänomene (Albinismus, Alkoholismus) kennzeichnet, steht Schamanismus (bzw. shamanism) in der ethnologischen und archäologischen Literatur einerseits für die Anwesenheit spezifischer religiöser Spezialisten in der beschriebenen Gesellschaft (Furst 1968, Peters 1981, Dow 1986) und andererseits auch für die Ideologie oder Religion von Gesellschaften, in denen Schamanen existieren (Basilov 1984, Schele et al. 1993). In letzter

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