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Politisches Gespräch.: Mit Einer Einführung Von Friedrich Meinecke.

Politisches Gespräch.: Mit Einer Einführung Von Friedrich Meinecke.

Paperback

PhilosophyGeneral Political Science

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ISBN10: 3428120442
ISBN13: 9783428120444
Publisher: Duncker & Humblot
Published: Dec 12 2005
Pages: 51
Language: German
Mit einem fiktiven Dialog zwischen zwei Freunden
über Staats- und Geschichtsbetrachtung verabschiedete sich Leopold von Ranke 1836 von
der öffentlichen politischen Bühne. Das Gespräch erschien in der letzten Ausgabe der
Historisch-Politischen Zeitschrift (verlegt bei D&H). Am Wendepunkt seiner
Karriere als Historiker und Publizist angelangt, zeitgleich mit der Einstellung der
enthusiastisch ins Leben gerufenen Zeitschrift, die aber keine Anerkennung findet,
lä t Ranke seinen Gedanken über die Wesenheit des Staates vor einer Leserschaft
freien Lauf, die im Sog der Julirevolution eine subjektive, leidenschaftliche
Diskussionskultur der objektiven Auseinandersetzung vorzog. Ranke fühlte, mit diesem
Gespräch etwas Einzigartiges, Gro es auszudrücken, das über Gegenwart und
Vergangenheit hinaus Sein und Werden sowie die zeitlosen Urbilder und Ideen der
geschichtlichen Dinge enträtselt.

Das Gespräch entfaltet sich vor dem Hintergrund der Unruhen in Frankreich - Louis
Philippes Politik des Juste Milieu zeitigte erste Erfolge. Die Protagonisten
begründen den Primat der auswärtigen Politik gegenüber der inneren und entdecken
hierin ein bislang nicht erkanntes Naturgesetz des Staatslebens. Kollidierend mit der
herrschenden Lehre des Naturrechts, wird das eigentümliche, unnachahmliche Leben, die
besondere geistige Wesenheit eines Staates beschrieben - im Widerspruch zu dem Modell
des besten Staates . Die Schaffung einer Verfassung erscheint keineswegs
unentbehrlich, sondern als eine mögliche Form neben anderen. Doch steht das Gespräch
auch im Kontext damals herrschender Geistesströmungen, ist von einer optimistischen
Weltstimmung getragen. Rankes Synthese von Realem und Geistigem, sein Enthusiasmus
über die von ihm entdeckten Gesetzmä igkeiten machen die Besonderheit des Textes aus.
Dieses Gespräch [...] war das Höchste und Bedeutendste dessen, was er [Ranke] als
Politiker und Publizist je geboten hat. Urteilte Friedrich Meinecke in seiner
Einführung zu dem Band.

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