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Massenkultur und Propaganda - Kulturpolitik im 3. Reich

Massenkultur und Propaganda - Kulturpolitik im 3. Reich

Paperback

General Racism & Ethnic StudiesGeneral World HistoryGerman History

ISBN10: 3640864751
ISBN13: 9783640864751
Publisher: Grin Verlag
Published: Mar 15 2011
Pages: 60
Weight: 0.20
Height: 0.14 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg, Veranstaltung: Die Ideologie des Nationalsozialismus in Kunst, Literatur, Architektur und Film, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Massenkultur ist - historisch betrachtet - ein recht junges Phänomen. Seine Wurzeln reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, durchsetzen konnte es sich jedoch erst mit der Herausbildung unserer modernen Massengesellschaft, deren Entwicklung in Deutschland etwa nach 1890 einsetzte. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg erfreuten sich Unterhaltungslektüre, Illustrierte, Boulevardtheater, artistische Darbietungen und Tanzrevuen auf Grund verbesserter Bildungs-möglichkeiten und steigender Realeinkommen wachsenden Zuspruchs. In der Zwischenkriegszeit erhielten die Massenkünste durch Lichtspiele, Schallplatte und Schausport einen kräftigen Entwicklungsschub. Rhythmusbetonte Tanz- und leichte Unterhaltungsmusik, vor allem aber der Film boten vielen Zeitgenossen Zuflucht in eine idealisierte Traumwelt, welche sie wenigstens kurzzeitig die wirtschaftlich wie politisch prekäre Realität vergessen lie . Solch ungewohnt ungebremste Vergnügungssucht rief freilich rasch und zahlreich Kritiker auf den Plan. Unter Mü iggang ist aller Laster Anfang könnte man die nicht abrei en wollende Flut belehrender Ermahnungen bildungsbürgerlicher Kreise an die Massen bereits zu einem Zeitpunkt zusammenfassen, an dem sich eine Massenkultur im modernen Sinne eigentlich noch gar nicht herausgebildet hatte. Groschenhefte und Gassenhauer galten den Gebildeten nicht nur als permanente Angriffe auf ihren klassisch-humanistisch geschulten guten Geschmack, sondern stellten darüber hinaus vor allem das bis dahin sinnstiftend wirkende Deutungsmonopol der Bildungsschichten infrage. Eindringlich warnte

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