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Legitimität und Delegitimisierung bewaffneter Gruppen

Legitimität und Delegitimisierung bewaffneter Gruppen

Paperback

AnthropologyGeneral Racism & Ethnic Studies

ISBN10: 3640821343
ISBN13: 9783640821341
Publisher: Grin Verlag
Published: Feb 16 2011
Pages: 76
Weight: 0.24
Height: 0.18 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1.5, Universität Basel (Ethnologisches Seminar), Veranstaltung: Die Westafrikanische Konfliktregion, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind an die Stelle der Kriege zwischen regulären Armeen, die den politischen Willen ihrer Gegner auszuschalten versuchen, die unterschiedlichsten Gewaltakteure getreten, denen es zumeist um Macht und Einfluss innerhalb eines begrenzten Gebietes und manchmal auch darüber hinaus geht. Dabei wird die Zivilbevölkerung oft in Kampfhandlungen hineingezogen. Sie dient als Schutz und logistische Stütze oder wird schlimmstenfalls als Hauptziel benutzt. Die bewaffneten Gruppen, die an gegenwärtigen inner- und substaatlichen Konflikten und Kriegen beteiligt sind, werden oft als nichtstaatliche Gewaltakteure bezeichnet. Wobei diese Bezeichnung nicht immer angebracht ist, da manche unter ihnen nach Kriegen selbst zu staatlichen Akteuren werden oder bereits während den Konflikten quasistaatliche Funktionen einnehmen. Im Allgemeinen aber sind die diversen Gewaltakteure nicht in formale staatliche Institutionen, wie die regulären Streitkräfte oder die Polizei, integriert. Aus idealtypischer Sicht kann man die kontemporären bewaffneten Akteursfigurationen in folgende Typen unterteilen: Warlords, Rebellen, Terroristen, organisierte Kriminelle, Milizen und paramilitärische Gruppen sowie Söldner und private Sicherheitsfirmen. Gewaltsame Figurationen weisen ähnliche Anforderungen auf wie alle sozialen Organisationen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen und längerfristig Bestand haben möchten. Es muss beispielsweise eine interne Kommunikation etabliert werden, Aktivitäten müssen koordiniert und Mittel beschafft werden, um Mitarbeiter zu beschäftigen. Doch der spezielle Charakter von bewaffneten Gruppen, im Gegensatz zu anderen sozialen Organisationen, ist der, dass sie Gewalt anwenden, um an Macht zu gelangen. Damit diese Gruppen ih

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