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Der janusgesichtige Herzog: Ein Mittelalter-Roman aus Bayern

Der janusgesichtige Herzog: Ein Mittelalter-Roman aus Bayern

Paperback

Mystery & Thriller

ISBN13: 9798525022461
Publisher: Independently Published
Published: Jun 22 2021
Pages: 352
Weight: 0.84
Height: 0.79 Width: 5.00 Depth: 8.00
Language: German
Inhalt
Anno 1204 gründete Herzog Ludwig I. von Bayern die Stadt Landshut und in den folgenden Jahrzehnten auch die Städte Straubing, Landau an der Isar und Cham. Dies lässt den Wittelsbacher, der von 1183 bis 1231 regierte, als gütigen Landesherrn erscheinen, welcher die Lebenssituation seiner Untertanen entscheidend verbesserte und das Aufblühen ganzer Landstriche beförderte. Andererseits jedoch war der Charakter des Bayernherzogs von unbarmherzigem Machthunger geprägt, was zur Folge hatte, dass Ludwig eine Reihe grausamer Feldzüge in Deutschland unternahm. Anno 1220 sodann befahl ihm der Stauferherrscher Friedrich II., einen Kreuzzug nach Ägypten durchzuführen. Mit seinem Kreuzheer segelte Ludwig über das Mittelmeer und ahnte nicht, dass ihn im Orient die Hölle auf Erden erwarten würde ... Manfred Böckl erzählt in diesem Roman von prunkvollen Festen und blutigen Schlachten, von tiefer Liebe und gnadenlosem Verwandtenmord. Er rekonstruiert die faszinierende Geschichte eines mittelalterlichen Herzogs, der im Machtkampf der staufischen und welfischen Kaiserhäuser um seines eigenen politischen Vorteils willen immer wieder die Seiten wechselte. So führt die Handlung zu den unterschiedlichsten Schauplätzen: unter anderem in die Wildnis des Bayerischen Waldes, die Heidelberger Pfalzgrafenburg, den päpstlichen Lateranpalast in Rom und die ägyptische Festungsstadt Damietta. In der beschwörenden Atmosphäre dieser Erzählung vom Leben eines zerrissenen Hochadligen spiegelt sich gro e bayerische, deutsche, europäische und orientalische Geschichte wider. (Hinweis: Unter dem Titel Kreuzzug bis ans Höllentor ist dieser Roman auch im SüdOst Verlag lieferbar.)

Leserbeurteilungen:
Bestes Miterleben bayerischer Geschichte
In meinen Augen ist der Titel (gemeint ist hier Kreuzzug bis ans Höllentor) unglücklich und vielleicht nur verkaufsfördernd gewählt, weil er sich nur auf einen Teil des letzten Romanviertels bezieht. Anfänglich hatte ich wegen des Titels beim Kauf gezögert, beim Lesen merkte ich aber schnell, dass hier ein Teil der bayerischen Geschichte in einer sehr eindrucksvollen Form erzählt wird. Ich bewundere den Autor, wie er mich beispielsweise auf Burgen, Jagden, Ansiedlungen und Feiern führt. Die Feldzüge sind für mich nicht so wichtig. Bedeutender erscheinen mir Entwicklung und Machtausbau der Wittelsbacher, die Beziehung zwischen Ludmilla von Böhmen, später Bogen, und Herzog Ludwig von Bayern, dem Kelheimer und schlie lich das Ende der Grafschaft Bogen. Beim Lesen schaue ich zwischenzeitlich Landkarten, Ortsinformationen und Geschichtsbeschreibungen im Internet an. Ich bekomme ein stimmiges Gesamtbild der Geschichte und der Gegenwart. Der Autor versteht es, mich in das Denken und Leben des hochmittelalterlichen Adels zu versetzen und für diesen Teil der bayerischen Geschichte zu interessieren. Dabei erkenne ich, dass die Ursprünge der politischen Macht in Niederbayern waren. Die Bedeutung von Kelheim und Bogen sowie die Gründungen von Landshut, Landau und Cham werden umfassend geschildert.

Packender Historienroman
Ein packender historischer Roman, der doppelt interessant ist.
Einerseits wird bayerische Geschichte in prallen, farbigen Schilderungen dargestellt. Geschichte, die um den hochmittelalterlichen Bayernherzog Ludwig den Kelheimer und seine Gemahlin Ludmilla von Bogen kreist.
Andererseits setzt sich der Roman auch mit der Kreuzzugsthematik auseinander, und wieder gelingen dem Autor hier mitrei ende Szenen, die vor allem in Ägypten spielen.
Und noch ein Plus: Der Schriftsteller Manfred Böckl hat auch sprachlich eine Menge drauf und steht damit haushoch über dem üblichen sprachlichen Einheitsbrei vieler anderer Autoren.

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