• Open Daily: 10am - 10pm
    Alley-side Pickup: 10am - 7pm

    3038 Hennepin Ave Minneapolis, MN
    612-822-4611

Open Daily: 10am - 10pm | Alley-side Pickup: 10am - 7pm
3038 Hennepin Ave Minneapolis, MN
612-822-4611
Die Integration Europas

Die Integration Europas

Paperback

Series: Politische Vierteljahresschrift Sonderhefte

EconomicsGeneral Sociology

ISBN10: 353112403X
ISBN13: 9783531124032
Publisher: Springer Nature
Published: Jan 1 1992
Pages: 427
Weight: 1.39
Height: 0.92 Width: 6.14 Depth: 9.21
Language: German
Michael Kreile Maastricht und die Grenzen einer Integrationsstrategie Die Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes fällt zusammen mit einer Wachs- tumskrise der Europäischen Gemeinschaft, deren Dauer und Konsequenzen gegen- wärtig noch nicht abzuschätzen sind. Die heftige, ja überhitzte Debatte, die der Proze der Ratifizierung des in Maastricht vereinbarten Vertrages über die Europäische Union in einigen Mitgliedsstaaten ausgelöst hat, hat deutlich gemacht, da die über vier Jahrzehnte verfolgte Integrationsstrategie an Grenzen stö t. Der permissive Konsens, der bisher die westeuropäische Integration begleitet und getragen hat, bröckelt un- versehens ab. Die Akzeptanz von Europapolitik geht zurück (vgl. Reif 1992). Das Versprechen höherer Wachstumsraten und die Logik technokratischer Steuerungsmo- delle reichen offenbar nicht mehr aus, um eine Integrationspolitik zu legitimieren, die Bürgernähe nur beschwören, aber nicht erfahrbar machen kann. Statt des Europas der Bürger treten die Bürger gegen Europa in Erscheinung. Insofern kündigen wo- möglich das dänische wie das französische Maastricht-Referendum europapolitische Konflikte an, die eine Phase der Stagnation des europäischen Einigungsprozesses einleiten oder ein Europa der variablen Geometrie begründen könnten. Zweifellos leidet die Maastricht-Debatte nicht nur in Deutschland daran, da die Schwäche von Regierungen und ein konjunktureller Abwärtstrend zusammentreffen. Die Komplexität der Materie und die Unlesbarkeit des Vertrages tragen sicherlich zur Konfusion in der öffentlichen Auseinandersetzung bei. Ähnlich wie Wahlen zum Europäischen Parlament viel eher nationale Nebenwahlen sind als Entscheidungen über europapolitische Streitfragen, haben dieStimmbürger bei den Volksabstimmun- gen über Maastricht auch für oder gegen ihre Regierung votiert.

Also in

Economics