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Gefährlich Lesen - Walter Benjamins Theorie der Erfahrung

Gefährlich Lesen - Walter Benjamins Theorie der Erfahrung

Paperback

Philosophy

ISBN10: 3656206872
ISBN13: 9783656206873
Publisher: Grin Verlag
Published: Jun 3 2012
Pages: 56
Weight: 0.19
Height: 0.13 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Magisterarbeit aus dem Jahr 1994 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1, Universiteit Leiden (Philosophische Fakultät), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit betrifft das Verhältnis der Kunst zur Wirklichkeit, wie es sich im Licht von Walter Benjamins Theorie der Erfahrung darstellt. Inwiefern der Begriff der Erfahrung als ein Kernstück von Benjamins Philosophie und insbesondere seiner Ästhetik verstanden werden kann, soll im Laufe der Untersuchung aufgezeigt werden. Das allerdings die Art der Erfahrung die Kunst in ihrer Substanz zu treffen vermag, dafür soll eine Andeutung Heideggers aus dem Nachwort zum Ursprung des Kunstwerkes stehen: Alles ist Erlebnis. Doch vielleicht ist das Erlebnis das Element, in dem die Kunst stirbt. Das Sterben geht so langsam vor sich, da es einige Jahrhunderte braucht..1 Obwohl Benjamin zeitlebens gegen Heidegger polemisiert hat, könnten doch diese Sätze geradezu als progammatisch für Benjamins eigenen Ansatz aufgefasst werden.2 Aber lange bevor Heidegger diese Vermutung im Ursprung des Kunstwerks ausspricht, hat Benjamin bereits im Ursprung des deutschen Trauerspiels eine kritische Alternative zu jedweder Erlebnisästhetik entworfen.3 In dessen Erkenntniskritischer Vorrede bündelt er noch einmal die Erkenntnisse, welche er unter anderem auch aus der Auseinandersetzung mit dem Erfahrungsbegriff der Aufklärung und der Romantik gewonnen hat. Sein eigener Erfahrungsbegriff ist bereits von Anfang an als Gegenbegriff zum lebensphilosophischen Einfühlungserlebnis gesetzt. Frühestes Zeugnis für die Auseinandersetzung mit dem Problem der Erfahrung ist ein Artikel von Benjamin in der Zeitschrift für die Jugend vom Oktober 1913. Der Artikel steht unter der Überschrift: Erfahrung. Darin lehnt sich der Einundzwanzigjärige selbstbewu t gegen eine Erfahrung in Anführungszeichen auf - gegen die, wie er es nennt, Erfahrung des Philisters. Es ist dies eine graue und übermächtig

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