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Freier Wille, Verantwortung und Strafe bei Hannah Arendt: Über die Verurteilung Adolf Eichmanns vor dem Jerusalemer Gericht

Freier Wille, Verantwortung und Strafe bei Hannah Arendt: Über die Verurteilung Adolf Eichmanns vor dem Jerusalemer Gericht

Paperback

Philosophy

ISBN10: 3668370729
ISBN13: 9783668370722
Publisher: Grin Verlag
Published: Dec 30 2016
Pages: 28
Weight: 0.11
Height: 0.07 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts, Technische Universität Dortmund (Institut für Erziehungswissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Dass der Jerusalemer Prozess Adolf Eichmanns tatsächlich ein Schau-Prozess gewesen sei, schreibt Arendt in ihrem Bericht Eichmann in Jerusalem und begründet das unter Anderem mit dem Hauptanklagepunkt gegen Eichmann: dem Verbrechen gegen das jüdische Volk. Arendt bezieht sich dabei auf Karl Jaspers, der erklärte, dass das Verbrechen gegen die Juden zugleich ein Verbrechen gegen die Menschheit gewesen sei und dass das Urteil darüber daher nur eine Instanz vertreten kann, die die Menschheit vertritt. Warum war Eichmann nicht vor ein internationales Gericht gestellt worden? Nicht nur diese Frage machte für Arendt das Verfahren in Jerusalem anfechtbar. Gleichbedeutend waren daher auch Fragen wie die nach nicht zugelassenen Belastungszeugen, die eigentliche 1960 schon gelaufene Verjährung von Eichmanns Taten (zumindest nach Argentinischem Gesetz) und die der rechtlich durchaus fragwürdigen Verhaftung Eichmanns in Argentinien: Um ihn vor Gericht zu bringen, war eine klare Verletzung des Völkerrechts erfolgt, schreibt Arendt, was wohl das letzte war, was für eine künftige Rechtsordnung als Vorbild dienen könnte.

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