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Digitaler Paternalismus. Über Software und ihre Einflussnahme auf menschliche Entscheidungen

Digitaler Paternalismus. Über Software und ihre Einflussnahme auf menschliche Entscheidungen

Paperback

Philosophy

ISBN10: 3668642559
ISBN13: 9783668642553
Publisher: Grin Verlag
Published: Feb 22 2018
Pages: 90
Weight: 0.28
Height: 0.22 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Masterarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bandbreite der Interaktion mit Software und des möglichen Einflusses auf unsere Lebenswelten ist gro . Eine Beeinflussung findet auf mehreren Ebenen statt: Erstens ist Software ein Werkzeug, das von Menschen intentional eingesetzt wird, in der Absicht, andere Menschen zu lenken. Zweitens fungiert Software als (Über-)Träger von Einstellungen, Vorurteilen und Entscheidungen ihrer Produktionsbedingungen. Drittens beeinflusst sie durch ihre eigene Anweisungsstruktur die Ergebnisse, etwa durch die Selektion der zu verarbeitenden Daten und viertens wird ihr von einigen Autoren auch eine aktive Agentivität zugeschrieben. Die Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomie und der Psychologie haben in der Softwareentwicklung zum Einsatz einer Reihe von Techniken zur Lenkung der Benutzer und Benutzerinnen geführt, die auf einem reduktionistischen, behavioristisch geprägten Menschenbild fu en. Diese weitverbreitete Idee, Menschen über die Gestaltung von Entscheidungssituationen durch Software zu lenken, hat den Titel Digitaler Paternalismus der Arbeit inspiriert. Paternalismus ist eng mit dem Begriff der Autonomie verwoben, ich verwende ihn als einen Ausgangspunkt meiner Arbeit im Sinne eines Versuches der Einschränkung unserer Autonomie durch Software, gehe also über die klassische Definition hinaus. Da Software uns meistens angepriesen wird als Unterstützung oder Lösung unserer Probleme und Herausforderungen, unser persönlicher Nutzen also dabei herausgestrichen wird, ist die Verwendung des Begriffes gerechtfertigt. In der öffentlichen Debatte entsteht der Eindruck, dass wir kaum noch selbst entscheiden, sondern immer stärker gelenkt würden. Unsere Freiheit und Urteilskraft treten in den Hintergrund und es stellt sich die Frage, ob wir für unsere Handlungen überhaupt noch verantwortlich gemacht werden können. Ich vertrete di

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