Wir wollten Alles: Sommer '69: Liebe, Sex und Anarchie
Paperback
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ISBN13: 9798294413095
Publisher: Independently Published
Published: Jul 27 2025
Pages: 260
Weight: 0.61
Height: 0.65 Width: 5.50 Depth: 8.50
Language: German
Publisher: Independently Published
Published: Jul 27 2025
Pages: 260
Weight: 0.61
Height: 0.65 Width: 5.50 Depth: 8.50
Language: German
Hamburg, 1969: Ralf will raus - aus der Enge der Familie, dem sinnlosen Job, der tauben Welt der Erwachsenen. Als er Anja trifft, beginnt eine wilde Reise durch ein Jahrzehnt im Umbruch: Sie verlieben sich, kämpfen, träumen, taumeln durch Demonstrationen, LSD-Trips, offene Beziehungen und grenzenlose Ideale.
Gemeinsam fahren sie durch Europa - auf der Suche nach Freiheit, Sinn und einem Platz im Leben. Doch die Wirklichkeit stellt ihre Liebe und ihre Überzeugungen immer wieder auf die Probe.
Was passiert, wenn Träume zu bröckeln beginnen? Was, wenn Ideale an der Wirklichkeit zerschellen?
Ein kraftvoller und doch zärtlicher Roman über eine Generation im Aufbruch. Über das Erwachsenwerden im Zeichen von Protest, Sehnsucht und Schmerz. Revolte, Rausch und Reue - ein Roman zwischen Aufbruch und Abgrund
Liebe und Anarchie ist ein mutiges, vielschichtiges Buch - ein autobiografisch gefärbter Roman, der sich weder der Nostalgie noch der Glorifizierung der 68er-Generation hingibt. Stattdessen erzählt er mit schonungsloser Offenheit und emotionaler Tiefe von einem jungen Mann auf der Suche nach Freiheit, Sinn und sich selbst - und davon, wie leicht die Sehnsucht nach Veränderung in Selbstzerstörung kippen kann.
Ralf, der Protagonist, ist wütend, verletzlich, oft arrogant - und dadurch umso glaubwürdiger. Die Stärke des Romans liegt in seiner Unmittelbarkeit. Die Sprache ist klar, direkt, stellenweise poetisch, aber nie geschönt. Die Szenen wirken lebendig, fast dokumentarisch - als wäre man dabei: bei den Demos gegen Springer, beim LSD-Trip mit Anja, beim wortlosen Sex am Strand von R m .
Trotz aller politischen Kulisse ist das Buch kein agitatorischer Text. Es urteilt nicht. Es beobachtet. Und gerade darin liegt seine Relevanz: Es zeigt, wie privat das Politische sein kann - und wie politisch das Private. Besonders eindrucksvoll gelingt das in den intimen Szenen zwischen Ralf und den Frauen, die ihn lieben oder zurücklassen - allen voran Anja und Marjanne. Es geht um Nähe und Angst, um Begehren und Ohnmacht. Um das, was bleibt, wenn der Rausch vergeht.
Nicht alle Passagen sitzen gleich stark. Manches hätte gekürzt, manches vertieft werden können. Aber genau diese Unebenheiten machen den Text menschlich. Wir wollten Alles ist kein perfektes Buch, aber ein ehrliches. Und das zählt mehr.
Ein lesenswertes Debüt, das gerade deshalb berührt, weil es mehr fragt, als es beantwortet. Bemerkenswert ist, wie Miethe Zeitgeschichte nicht erklärt, sondern erfahrbar macht. Paris, Hamburg, Dänemark - die Schauplätze des Romans sind keine blo en Kulissen, sondern Resonanzräume einer radikalen Suche. Was bleibt, ist kein romantisierender Rückblick, sondern eine leise, fast bittere Erkenntnis: Der gro e Aufbruch war auch ein gro es Scheitern.
Wer heute über Generationenkonflikte, politische Identität oder emotionale Selbstbestimmung spricht, kommt an Büchern wie diesem nicht vorbei. Wir wollten alles ist kein Manifest - es ist ein ehrlicher, manchmal unbequemer, immer berührender Bericht aus dem Inneren einer zornigen Jugend.
Fazit: Ein roher, aufrichtiger Roman über das, was bleibt, wenn Ideale brechen und Träume sich nicht erfüllen - und über den Mut, trotzdem weiterzusuchen.
Was passiert, wenn Träume zu bröckeln beginnen? Was, wenn Ideale an der Wirklichkeit zerschellen?
Ein kraftvoller und doch zärtlicher Roman über eine Generation im Aufbruch. Über das Erwachsenwerden im Zeichen von Protest, Sehnsucht und Schmerz. Revolte, Rausch und Reue - ein Roman zwischen Aufbruch und Abgrund
Liebe und Anarchie ist ein mutiges, vielschichtiges Buch - ein autobiografisch gefärbter Roman, der sich weder der Nostalgie noch der Glorifizierung der 68er-Generation hingibt. Stattdessen erzählt er mit schonungsloser Offenheit und emotionaler Tiefe von einem jungen Mann auf der Suche nach Freiheit, Sinn und sich selbst - und davon, wie leicht die Sehnsucht nach Veränderung in Selbstzerstörung kippen kann.
Ralf, der Protagonist, ist wütend, verletzlich, oft arrogant - und dadurch umso glaubwürdiger. Die Stärke des Romans liegt in seiner Unmittelbarkeit. Die Sprache ist klar, direkt, stellenweise poetisch, aber nie geschönt. Die Szenen wirken lebendig, fast dokumentarisch - als wäre man dabei: bei den Demos gegen Springer, beim LSD-Trip mit Anja, beim wortlosen Sex am Strand von R m .
Trotz aller politischen Kulisse ist das Buch kein agitatorischer Text. Es urteilt nicht. Es beobachtet. Und gerade darin liegt seine Relevanz: Es zeigt, wie privat das Politische sein kann - und wie politisch das Private. Besonders eindrucksvoll gelingt das in den intimen Szenen zwischen Ralf und den Frauen, die ihn lieben oder zurücklassen - allen voran Anja und Marjanne. Es geht um Nähe und Angst, um Begehren und Ohnmacht. Um das, was bleibt, wenn der Rausch vergeht.
Nicht alle Passagen sitzen gleich stark. Manches hätte gekürzt, manches vertieft werden können. Aber genau diese Unebenheiten machen den Text menschlich. Wir wollten Alles ist kein perfektes Buch, aber ein ehrliches. Und das zählt mehr.
Ein lesenswertes Debüt, das gerade deshalb berührt, weil es mehr fragt, als es beantwortet. Bemerkenswert ist, wie Miethe Zeitgeschichte nicht erklärt, sondern erfahrbar macht. Paris, Hamburg, Dänemark - die Schauplätze des Romans sind keine blo en Kulissen, sondern Resonanzräume einer radikalen Suche. Was bleibt, ist kein romantisierender Rückblick, sondern eine leise, fast bittere Erkenntnis: Der gro e Aufbruch war auch ein gro es Scheitern.
Wer heute über Generationenkonflikte, politische Identität oder emotionale Selbstbestimmung spricht, kommt an Büchern wie diesem nicht vorbei. Wir wollten alles ist kein Manifest - es ist ein ehrlicher, manchmal unbequemer, immer berührender Bericht aus dem Inneren einer zornigen Jugend.
Fazit: Ein roher, aufrichtiger Roman über das, was bleibt, wenn Ideale brechen und Träume sich nicht erfüllen - und über den Mut, trotzdem weiterzusuchen.
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