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Stadt. Raum. Angst: Das Sicherheitsempfinden als eigenständiges raumwirksames Phänomen der Stadtentwicklung

Stadt. Raum. Angst: Das Sicherheitsempfinden als eigenständiges raumwirksames Phänomen der Stadtentwicklung

Paperback

Criminology

ISBN10: 3696711225
ISBN13: 9783696711221
Publisher: Bod - Books on Demand
Published: Sep 2 2026
Pages: 148
Weight: 0.82
Height: 0.32 Width: 8.27 Depth: 11.69
Language: German
Wie sicher fühlen sich Menschen in öffentlichen Räumen und wie beeinflusst dieses Gefühl ihr Verhalten und die Nutzung der Stadt? Die Untersuchung Stadt. Raum. Angst. erforscht das Sicherheitsempfinden als eigenständiges raumwirksames Phänomen der Stadtentwicklung. Am Beispiel der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt untersucht sie, an welchen Orten sich Menschen unsicher fühlen, welche räumlichen und gesellschaftlichen Faktoren zur Entstehung von Angsträumen beitragen und welche Folgen Kriminalitätsfurcht für die Nutzung öffentlicher Räume, die gesellschaftliche Teilhabe und die Lebensqualität urbaner Räume haben kann. Grundlage der empirischen Untersuchung ist eine Bürgerbefragung mit 663 Teilnehmenden, die 2016 sowohl online als auch in Papierform durchgeführt wurde. Der hierfür entwickelte Fragebogen orientierte sich am Sicherheitsaudit des Deutsch-Europäischen Forums für urbane Sicherheit. Die Ergebnisse ermöglichen eine differenzierte räumliche Betrachtung des Sicherheitsempfindens und zeigen, dass subjektive Unsicherheit nicht allein von registrierten Straftaten abhängt, sondern ebenso durch Raumgestaltung, soziale Wahrnehmungen, persönliche Erfahrungen und urbane Konfliktlagen beeinflusst wird. Die Untersuchungsergebnisse wurden anschlie end der Stadtverwaltung Erfurt und der Polizei vorgestellt. Der nachträgliche Abgleich der erhobenen Angsträume mit polizeilichen Erkenntnissen bestätigte nicht nur Zusammenhänge zwischen subjektivem Sicherheitsempfinden und objektiver Kriminalitätsbelastung. Die Befragung lieferte darüber hinaus räumliche Hinweise, durch die bislang noch nicht in gleicher Weise erkennbare Kriminalitätsschwerpunkte sichtbar wurden. Damit erwies sich das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zugleich als eine Art sozialräumlicher Seismograf für lokale Entwicklungen. Die Arbeit richtet sich an alle, die sich mit Stadtentwicklung, kommunaler Sicherheit, Kriminalprävention, Polizei- und Verwaltungsarbeit oder der sozialwissenschaftlichen Erforschung

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