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Schwestern: Zwei DDR-Frauen behaupten sich im Berufsleben und gegen Männer, die ihnen nicht das Wasser reichen können. Nicht einma

Schwestern: Zwei DDR-Frauen behaupten sich im Berufsleben und gegen Männer, die ihnen nicht das Wasser reichen können. Nicht einma

Paperback

General Fiction

ISBN10: 338427718X
ISBN13: 9783384277183
Publisher: Tredition Gmbh
Published: Aug 15 2024
Pages: 212
Weight: 0.62
Height: 0.48 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Waltraut Becktepe war 84 und topfit, als ein Auto sie totfuhr. Ursula, ihre Schwester, ahnt: Das wollte Walli so. An Wallis Grab glaubt Uschi noch, dass die Schwestern alles voneinander wussten, alles miteinander teilten, ihr Leben lang. Sie flohen als junge Frauen aus Hinterpommern und landeten in einer Universitätsstadt an der Ostsee. Das Leben in der DDR machte sie zu gestandenen Persönlichkeiten. Waltraut errang den Ruf einer mitunter aufmüpfigen Lokalreporterin der Zeitung einer Blockpartei. Ursula brachte es zur Hauptbuchhalterin und trat der SED bei. Ihr Chef lie sich eilig versetzen, als sie schwanger von ihm wurde. Uschi zog den Sohn mit Waltrauts Hilfe auf. Wallis Status als Tommis Papatante war ein schwelender Dissens zwischen den Schwestern. Auch Walli war einmal schwanger, ein Russe, hie es. Im Mai 1945, kurz nach ihrer Ankunft im ostdeutschen Habichtsburg, unterzog sie sich einem Abbruch. Eine junge Journalistin will Anfang der 1990-er Jahre Waltraut als Zeugin der Massenabtreibungen nach dem Krieg gewinnen - aber Walli beschlie t: Diese Geschichte erzähle ich! Sie hinterlässt Berge von Papier, durch die sich Uschi arbeitet. Sie erkennt, dass ihre Schwester einen Roman geschrieben hat, dessen Dreh- und Angelpunkt ein Satz ist: Der Russe war es nicht! Der Russe war nicht der Vater des getöteten Fötus ? Wer war es dann? Uschi muss Wallis Geheimnis finden, ihren Roman. Als sie das Manuskript in den Händen hält, verbrennt sie es. Aber der Stoff ist schon in der Welt. Tommi begegnet seiner jungen Tante Waltraut im Kino. Uschi erlebt diese Schmach nicht mehr; und der Verleger, der Waltrauts Roman einst als Plagiat abwies, hat das Nachsehen Eine Geschichte über Feministinnen wider Willen und eine deutsche Geschichte.

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