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Schuldner der Zeit: Erzählung & Feuilletons

Schuldner der Zeit: Erzählung & Feuilletons

Paperback

General Fiction

ISBN10: 376938945X
ISBN13: 9783769389456
Publisher: Bod - Books on Demand
Published: Jun 8 2025
Pages: 196
Weight: 0.44
Height: 0.42 Width: 5.00 Depth: 8.00
Language: German
Wann ist ein Vergehen vergangen? Kann man der Zeit etwas schulden? Und darf man als Statthalter der Zeit in das Leben fremder Menschen eingreifen? Eine Erzählung über die Wege und Irrwege der menschlichen Seele. Feuilletonistische Schlaglichter, die das moderne Gro stadtleben beleuchten. Reise-Reportagen, die Geschichte und Kultur aus der Vergangenheit auf überraschender Weise in unser Bewusstsein holen. Alle, die Literatur lieben, erwartet hier Tiefsinn, Sprachpoesie und intellektuelle Verblüffung. Neben der Erzählung finden sich in diesem Band mehrere Feuilletons, ebenso scharf- wie tiefsinnig, sowie wortgewandte Autorenportraits, u.a. zu Javier Marias, Thomas Mann und H. P. Lovecraft. Schlie lich führen Reportagen über Kultur-Reisen weit in die Vergangenheit und heben Malerei und Architektur auf überraschende Weise in unser Bewusstsein. Und auch hier zeigt sich, dass die Zeit das Vergangene immer wieder lebendig werden lässt - in uns und um uns. Leseprobe Schuldner der Zeit Ich glaubte den Bahnsteig menschenleer, bis Luca mich an der Schulter packte und an dem Glaskasten des Zugabfertigers vorbei zum Ende des Bahnsteigs wies. Dort, au erhalb des von den Lampen erhellten Bereichs, stand ein Mann, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, und schaute zu den sich verästelnden Gleisen hinaus, die nach dem Verlassen des Bahnhofs sich in die verschiedensten Richtungen verloren. Er wartet auf einen Zug, der nie ankommen wird, sagte Luca. Leseprobe Feuilletons: Die Kirche verweigert sich auch in anderen Punkten der Tradition. Wuchtig-wurmstichige Bänke sucht man vergebens. Man findet hier eine Bestuhlung, wie sie in jedem beliebigen Kongress-Saal stehen könnte. Es gibt auch keine Säulenheiligen, kein Deckengemälde, keine weihrauchumnebelten Ecken. Es herrscht angenehme Schlichtheit. Nun, gegen sechs Uhr abends, haben sich nicht viele Besucher eingefunden. Es ist ein hei er Samstag. Es zieht die Leute in den Biergarten, den Zoo, ins Grüne. Schönes

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