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Schreiben Und Selbstreflexion: Eine Literaturpsychologische Untersuchung Literarischer Produktivität

Schreiben Und Selbstreflexion: Eine Literaturpsychologische Untersuchung Literarischer Produktivität

Paperback

Literary CriticismGeneral Sociology

ISBN10: 3531120638
ISBN13: 9783531120638
Publisher: Springer Nature
Published: Jan 1 1989
Pages: 205
Weight: 0.63
Height: 0.44 Width: 6.00 Depth: 9.00
Language: German
1. Der Schreibboom. Der sozialpolitische Hintergrund fiir die zunehmende Bedeutung des literarischen Schreibens fiir nicht- professionelle Autoren Literarisches Schreiben als Freisetzung von Erfahrung, literarisches Schrei- ben als Bearbeitung von Erfahrung, literarisches Schreiben als Aufarbeitung von Erfahrung. Literarisches Schreiben als Medium der Selbstwahrneh- mung, als Medium der Selbstreflexion. Literarisches Schreiben als Medium der Selbsterkenntnis, der Therapie, der Emanzipation - Schlagworter, die in der in den letzten Jahren modisch gewordenen Schreibbewegung, in padagogischen und didaktischen Beitragen zu den Funktionen literarischen Schreibens immer wieder anklingen. Das neuartige grofie Interesse an den psychologischen Funktionen des Schreibens scheint mir einen kleinen Ausschnitt aus dem ganzen Spektrum jener Emanzipations-, Widerstands-und Riickzugspotentiale zu dokumen- tieren, mit denen, den Uberlegungen Jiirgen Habermas' zufolge, seit den 70 er Jahren eine grofie Anzahl verschiedenster Gruppierungen und 5tro- mungen auf Entwicklungen im gesellschaftlich-politischen und sozialen Bereich in der Bundesrepublik Deutschland reagieren. Zu nennen sind etwa die Anti-Atomkraft-Bewegung, die Okologiebewegung, die Friedensbe- wegung, die Zusammenschliisse von Minderheiten wie etwa der Homose- xuellen, der Behinderten, der alten Menschen. Zu nennen sind die Biirger- initiativen verschiedenster politischer und sozialer Couleur und Intentiona- litat, ferner Elternverbande, religiose Gruppierungen und Sekten, die Frauenbewegung. Zu nennen ist schliefilich die Psychoszene mit all ihren Lebenshilfegruppen und ihren zum Teil sektenartig konzipierten Gruppie- 1 rungen.

Also in

General Sociology