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Regieren Und Intergouvernementale Beziehungen

Regieren Und Intergouvernementale Beziehungen

Paperback

General Political ScienceGeneral Sociology

ISBN10: 3810019232
ISBN13: 9783810019233
Publisher: Springer Nature
Published: Jan 31 1998
Pages: 302
Weight: 0.80
Height: 0.64 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
von Regierungs- und Verwaltungseinheiten mit privaten kollektiven oder individuellen Akteuren erfüllt. Sie kann aber auch ohne vorherige Abstim- mung sich wechselseitig ergänzen. Am Beispiel des deutschen politischen Systems, das als föderalistisch ge- gliederter und mit kommunaler Selbstverwaltung ausgestatteter Mehrebenen- staat in die Europäische Union inkorporiert ist, hat die verhandlungsbasierte Steuerungstheorie herausgearbeitet, da unter derartigen Bedingungen einer doppelten Politikverflechtung eine im oben beschriebenen Sinne optimierte politische Steuerung vornehmlich dann möglich wird, wenn die Entscheidun- gen in konsensbildenden Verfahren zustande kommen. Sofern, wie im Fall Deutschlands, mehrheitsdemokratische und auf Verhandeln setzende Entschei- dungsebenen miteinander verbunden sind, wachse die Anfälligkeit für Ent- scheidungsblockaden, weil das auf der Mehrheitsregel beruhende parlamenta- rische Entscheidungsverfahren die Einigungschancen für Akteure mit konkur- rierenden Eigeninteressen erheblich eingrenze und zudem für die andere Ent- scheidungsebene, auf welcher Problemlösungen kooperativ ausgehandelt wer- den, nur schwer anschlu fähig sei (Benz 1995: 87ff. ). Allerdings lasse sich dieses Steuerungsproblem vermindern, wenn Akteure, die sich gleichzeitig auf unterschiedlichen Entscheidungsebenen bewegen und an deren Grenzstellen postiert sind, ihr erworbenes Proze wissen nutzen, um je nach Opportunität die Entscheidung mittels der einen oder der anderen Verfahrensweise zu su- chen (ebenda). Andererseits existieren Steuerungsprobleme auch in den Are- nen, wo Entscheidungen ausgehandelt werden, beispielsweise aufgrund der Unsicherheit der Akteure über ihre äu ere und innere Handlungsumwelt (Benz 1997: 20), da Reaktionen der Kooperationspartner wie auch der eigenen vertretenen Klientel nur bedingt berechenbar sind.

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