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Regelhafte Vertragsauslegung Nach Parteirollen Im Klassischen Roemischen Recht Und in Der Modernen Voelkerrechtswissenschaft: Zur Rezeptionsfaehigkeit

Regelhafte Vertragsauslegung Nach Parteirollen Im Klassischen Roemischen Recht Und in Der Modernen Voelkerrechtswissenschaft: Zur Rezeptionsfaehigkeit

Hardcover

Series: Europaeische Hochschulschriften Recht, Book 2534

General Law

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ISBN10: 3631342969
ISBN13: 9783631342961
Publisher: Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der W
Published: Dec 1 1998
Pages: 930
Language: German
Das geltende Völkervertragsrecht kennt lateinische Auslegungsregeln, deren Bedeutung für die Rechtspraxis jedoch abzunehmen scheint. Der Ursprung dieser - gelegentlich pauschal als römisch bezeichneten - Regeln ist kaum systematisch untersucht worden. Die Arbeit sucht diese Lücke zu schlie en, unter Beschränkung auf solche Regeln der Vertragsauslegung, die an die Parteirolle als Schuldner oder Gläubiger bestimmter Pflichten anknüpfen. In einer methodologischen Einleitung wird begründet, da eine Rezeption römischrechtlicher Regeln in das moderne Völkerrecht prinzipiell in Betracht kommt, da die Struktur des Völkerrechts derjenigen des Privatrechts, auch des römischen Privatrechts, verwandt ist. Der völkerrechtliche Ausgangsbefund wird sodann literarisch belegt und anhand neuerer Entscheidungen des Internationalen Gerichtshofs überprüft. Die denkbaren römischen Quellen werden zunächst im antiken Völkerrecht gesucht, das jedoch insgesamt kaum Auslegungserwägungen erkennen lä t, was im wesentlichen auf der politischen Dominanz Roms beruht. Das römische Privatrecht betreibt zwar Gläubiger- oder Schuldnerschutz, nicht aber in der hier diskutierten Typisierung. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, da eine sachliche Kontinuität fixer Auslegungsregeln nicht nachweisbar ist. Römisches Rechtsdenken bleibt für das Völkerrecht jedoch aufgrund der genannten Strukturähnlichkeiten bedeutsam.

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