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Das Private in Der Politik: Politiker-Homestories in Der Deutschen Unterhaltungspresse

Das Private in Der Politik: Politiker-Homestories in Der Deutschen Unterhaltungspresse

Paperback

General ReferenceGeneral Political ScienceGeneral Sociology

ISBN10: 3531168657
ISBN13: 9783531168654
Publisher: Vs Verlag Fur Sozialwissenschaften
Published: Sep 15 2009
Pages: 163
Weight: 0.45
Height: 0.35 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Die vorliegende Studie stellte die Frage, wie sich die Berichterstattung über das Privatleben von Politikern in Deutschland verändert hat. Im Mittelpunkt stand dabei die auch als Privatisierungsthese geläufige Annahme, politische Akteure präsentierten diese Sphäre immer offener in den Medien. Um zu entscheiden, ob die These zutreffend ist oder zurückgewiesen werden muss, wählte die Arbeit einen bestimmten Artikeltyp - so genannte Homestories - als Untersuchun- einheiten aus, an denen sich Veränderungen im Zeitverlauf verfolgen lie en. Im quantitativen Teil der Studie konnte gezeigt werden, dass das Publikum zum einen tatsächlich immer häufiger private Einblicke erhielt: Im Analy- zeitraum, von den ersten Abdrucken 1957 bis ins Jahr 2007, nahm die Zahl der veröffentlichten Politiker-Homestories zu. Ebenso wurde in den Artikel über immer mehr Bereiche des Privatlebens berichtet - was als fortschreitende In- misierung der Zeitschrifteninhalte gedeutet werden kann. Ähnlich interpretieren lässt sich auch die beobachtete Zunahme der Umfeld-Homestories, die einz- ne Personen aus dem persönlichen Umfeld des Politikers näher vorstellt und damit den Fokus immer stärker ins Privatleben hinein verschiebt. Andere Unterhypothesen der Studie lassen sich hingegen nicht aufrecht - halten. So bestätigte sich die Annahme, dass die Berichte selbst immer umfa- reicher werden, nicht voll: Zwar nahm die Wörterzahl der Artikel im Zeitverlauf leicht zu, die Anzahl der von ihnen eingenommenen Seiten blieb pro Bericht aber fast gleich. Auch die Zahl der abgedruckten Fotos, bei denen private oder offizielle Motive unterschieden wurden, stützt die Privatisierungsthese nicht.

Also in

General Political Science