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Die Poggenpuhls

Die Poggenpuhls

Paperback

Literary CriticismGeneral ReferenceFiction Anthologies

ISBN10: 3640252829
ISBN13: 9783640252824
Publisher: Grin Verlag
Published: Jan 26 2009
Pages: 108
Weight: 0.33
Height: 0.26 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Klassiker aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: Erstes Kapitel*** Die Poggenpuhls - eine Frau Majorin von Poggenpuhl mit ihren drei Töchtern Therese, Sophie und Manon - wohnten seit ihrer vor sieben Jahren erfolgten Übersiedelung von Pommersch-Stargard nach Berlin in einem gerade um jene Zeit fertig gewordenen, also noch ziemlich mauerfeuchten Neubau der Gro görschenstra e, einem Eckhause, das einem braven und behäbigen Manne, dem ehemaligen Maurerpolier, jetzigen Rentier August Nottebohm gehörte. Diese Gro görschenstra en-Wohnung war seitens der Poggenpuhlschen Familie nicht zum wenigsten um des kriegsgeschichtlichen Namens der Stra e, zugleich aber auch um der sogenannten wundervollen Aussicht willen gewählt worden, die von den Vorderfenstern aus auf die Grabdenkmäler und Erbbegräbnisse des Matthäikirchhofs, von den Hinterfenstern aus auf einige zur Kulmstra e gehörige Rückfronten ging, an deren einer man, in abwechselnd roten und blauen Riesenbuchstaben, die Worte Schulzes Bonbonfabrik lesen konnte. Möglich, ja sogar wahrscheinlich, da nicht jedem mit dieser eigentümlichen Doppelaussicht gedient gewesen wäre; der Frau von Poggenpuhl aber, einer geborenen Pütter - aus einer angesehenen, aber armen Predigerfamilie stammend -, pa te jede der beiden Aussichten gleich gut, die Frontaussicht, weil die etwas sentimental angelegte Dame gern vom Sterben sprach, die Rückfrontaussicht auf die Kulmstra e aber, weil sie beständig an Husten litt und aller Sparsamkeit ungeachtet zu gutem Teile von Gerstenbonbons und Brustkaramellen lebte. Jedesmal, wenn Besuch kam, wurde denn auch von den gro en Vorzügen dieser Wohnung gesprochen, deren einziger wirklicher Vorzug in ihrer gro en Billigkeit und in der vor mehreren Jahren schon durch Rentier Nottebohm gemachten Zusicherung bestand, da die Frau Majorin nie gesteigert werden würde. Nein, Frau Majorin, so etwa hatte sich Nottebohm damals geäu ert, was dieses

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