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Pluralisierung familialer Lebensformen?: Zur individualisierungstheoretischen Erklärung des Strukturwandels der Familie

Pluralisierung familialer Lebensformen?: Zur individualisierungstheoretischen Erklärung des Strukturwandels der Familie

Paperback

General Sociology

ISBN10: 3640898648
ISBN13: 9783640898640
Publisher: Grin Verlag
Published: Apr 22 2011
Pages: 40
Weight: 0.14
Height: 0.10 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Soziologie - Beziehungen und Familie, Note: 1,3, Universität Bremen (TESS), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Fokus der Arbeit steht die familiensoziologische Diskussion des Strukturwandels der Familie, bei der die Individualisierungstheorie als vorherrschend bezeichnet werden kann. Sie tritt hier mit der These einer Pluralisierung von Lebensformen aufs Programm. Dahinter steht die Annahme eines Geltungsverlustes der traditionalen Kernfamilie als Einheitsnorm des Zusammenlebens (Beck 1986: 195). Dort, wo noch auf einem kleinsten gemeinsamen Nenner von Familie die Rede sein kann, nämlich dann, wenn mindestens eine Elter-Kind-Beziehung vorhanden ist, entstünden die neuen Typen der Alleinerziehenden und der Stief- oder Patchwork-Familie (Beck-Gernsheim 1994). In all diesen Lebensformen fungiere nicht länger die Familie selbst als Einheitsnorm, sondern Mann und Frau bildeten als Individuen je für sich ihr eigenes Zentrum. Die Individualisierungstheorie wird in der Familiensoziologie höchst kontrovers diskutiert. In theoretischer Hinsicht wird vor allem der Zusammenhang von Individualisierung und Pluralisierung in Frage gestellt (Huinink und Wagner, 1998; Brückner und Mayer 2005; Huinink 2006). Bemängelt wird auch und vor allem die ungenügende Berücksichtigung empirischer Daten. Und dort, wo eine explizite empirische Prüfung der Pluralisierungsthese versucht wird, werden einige Zweifel im Hinblick auf ihre Bestätigung angemeldet (Klein 1999; Wagner 2001). Noch Brüderl (2004: 3) kann etwa 20 Jahre nach ihrer erstmaligen Formulierung feststellen: Die wissenschaftlichen Belege für diesen Trend sind jedoch eher dünn. Eindeutig ist, dass es einen Strukturwandel der Familie gegeben hat bzw. gibt. Allein, dieser Wandel wird z.T. völlig unterschiedlich interpretiert: wahlweise als Umstrukturierung (Klein 1999), Differenzierung (Meyer 1993; Nave-Herz 2007: Kap.2) oder eben als Pluralisierung. Das Ziel der vorliegend

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