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Planung in Öffentlicher Hand

Planung in Öffentlicher Hand

Paperback

Series: Transfer, Book 4

General SociologySocial Movements

ISBN10: 3531114298
ISBN13: 9783531114293
Publisher: Springer Nature
Published: Jan 1 1977
Pages: 200
Weight: 0.64
Height: 0.43 Width: 6.14 Depth: 9.21
Language: German
, Planung gehört zu den besonders schillernden Begriffen in der bundesdeut- schen Sprachlandschaft. Harmlos und selbstverständlich kommt das Wort daher, wenn es um die Dispositionen von privaten Haushalten (Urlaubsplanung) oder wirtschaftlichen Unternehmen geht (Absatzplanung, Personalplanung); schwer durchschaubar, etwas unheimlich, aber letztlich unvermeidbar tritt es in mehr technischen Bereichen auf (Verkehrsplanung, Bauleitplanung); als politische und die Sache - lange Zeit gemieden, in den Langfristplanung ist der Begriff - 60er Jahren immer heftiger gefordert (Bildungs-, Umweltplanung), durch die erste sozialliberale Koalition energisch eingeflihrt, seitdem eher kontrovers ge- worden. So nahe es liegt, da ein privater Haushalt oder ein Betrieb seine Absichten und Bedürfnisse auf künftig verfügbare materielle Ressourcen und zeitliche Re- striktionen abstellt, diese auszuschöpfen oder zu vermehren trachtet und seine Ma nahmen in Einklang mit ihnen zu bringen sucht; so bedenklich erscheint es und manchen, wenn eine Regierung eben dieses tut: für einen längeren Zeitraum für grö ere gesellschaftliche Bereiche verbindliche Dispositionen trifft. Zu denen, die solche staatliche Planung bösartig finden, gesellen sich neuer- dings immer mehr, die sie für eher lächerlich halten: löblich zwar, aber undurch- führbar angesichts der weder voraussagbaren noch gar steuerbaren Kräfte und widerstreitenden Tendenzen. In der Tat: Fehlplanungen aufzuzählen - im Bereich von Gesundheit, Bil- dung, Städtebau, Energie -, fällt heute leichter als Erfolge zu melden. Den Leu- ten in den Planungsstäben, die in den frühen 70er Jahren allerorten geschaffen wurden, weht der Wind ins Gesicht. Sie können froh sein, wenn man sie unge- schoren lä t. NeueAufgaben und neue Stellen können sie nicht erwarten.

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