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PISA als Steuerungswissen: Über den Nutzen der Vergleichsstudie für die Bildungspolitik

PISA als Steuerungswissen: Über den Nutzen der Vergleichsstudie für die Bildungspolitik

Paperback

General Political Science

ISBN10: 3958508111
ISBN13: 9783958508118
Publisher: Diplomica Verlag
Published: Jan 9 2015
Pages: 80
Weight: 0.34
Height: 0.17 Width: 7.00 Depth: 10.00
Language: German
Nach Veröffentlichung der ersten PISA-Studie im Dezember 2001 stand Deutschland unter Schock. Das Schulwesen des Lands der Dichter und Denker brachte Schüler hervor, die im Vergleich mit anderen OECD-Staaten in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften nicht einmal durchschnittliche Kompetenzen aufweisen konnten. Entsprechend gro war der PISA-Schock und Deutschland befand sich erneut in einer Bildungskatastrophe. Das schlechte Abschneiden Deutschlands wurde ganz selbstverständlich mit einem Versagen der Bildungspolitik verknüpft - und zwar nicht nur von der Presse, sondern auch von den Politikern selbst. Zumindest kann die Tatsache, dass die Kultusministerkonferenz nur 2 Tage nach Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse einen Ma nahmenkatalog vorlegte, gewisserma en als Schuldeingeständnis für Versäumnisse aus der Vergangenheit und gleichzeitig zur Demonstration von Handlungsbereitschaft und -vermögen, verstanden werden. Wenn man die Bildungspolitik für Erfolge oder Scheitern des Schulwesens verantwortlich macht, wie das im Zuge von PISA häufig geschehen ist, sollte eine Analyse der Politik vorangegangen sein, was aber zum Zeitpunkt der öffentlichen Debatte noch keiner getan hatte. Zentrale Fragen wären somit: Wie erkennt, reagiert und verarbeitet Politik Probleme? Wo und wieso könnten Schwierigkeiten innerhalb der Verarbeitung auftreten? Oder konkret auf die Bildungspolitik bezogen: PISA deckte zentrale Probleme des deutschen Schulwesens auf, das als Steuerungswissen dienen sollte. Diese Ergebnisse können nach David Easton (1965) als input in das politische System verstanden werden. Wie ging die Politik nun mit diesen Inputs um? Was wurde auch von ihr als Problem definiert und somit auf die Agenda gesetzt und mit welchen Ma nahmen sollten welche Ziele erreicht werden? Von welchen anderen Akteuren wurden sie dabei beeinflusst? Das alles sind zentrale Fragen, die einer politikwissenschaftlichen Klärung bedürfen. Dieses Buch stellt einen Versuch

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