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Pflege ist weiblich. Armut ist weiblich. Altenpflege in Österreich

Pflege ist weiblich. Armut ist weiblich. Altenpflege in Österreich

Paperback

Crafts GeneralGeneral Political Science

ISBN10: 3668112347
ISBN13: 9783668112346
Publisher: Grin Verlag
Published: Mar 2 2016
Pages: 34
Weight: 0.13
Height: 0.08 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Didaktik - Politik, politische Bildung, Note: 1,00, Universität Wien (Institut für Staatswissenschaft), Veranstaltung: Seminar: Wirtschaft und Politik, Sprache: Deutsch, Abstract: Pflege ist weiblich - Armut ist weiblich. Zwei verschiedene und sich doch überschneidende Blickwinkel auf dieselbe Problematik. Wenn man von der Pflege alter Menschen in Österreich spricht, so spricht man davon, dass die Pflegenden vor allem Frauen sind: Betreut und gepflegt wird entweder stationär in Heimen oder ambulant durch mobile Hilfsdienste oder von weiblichen Pflegekräften aus den neuen EU-Ländern, überwiegend aber unentgeltlich innerhalb der eigenen Familie von Frauen, was sich wiederum auf deren berufliche Tätigkeit und das Lebenseinkommen nachhaltig reduktiv auswirkt. Wenn man von Armut spricht, so ist diese auch im Alter weiblich. 2/3 der Pensionen von Frauen liegen unter der Armutsgrenze. Frauen werden statistisch älter als Männer, dh auch der Pflege in hohem Alter häufiger bedürftig. Wenn diese betagten Frauen Pflege benötigen, so können sie sich au erhalb des Familienverbandes Pflege kaum leisten, trotz staatlicher Unterstützungen. Sie werden zu Sozialhilfeempfängerinnen, und für viele von ihnen ist das ein gro es Problem, denn damit sind sie auch nach gesellschaftlicher Ansicht arm. Wenn sie etwas gespart haben, so wird im Falle von Inanspruchnahme einer stationären Betreuung oder staatlicher Unterstützung für eine 24-Stunden-Pflege je nach Bundesland unterschiedlich auf dieses Vermögen zugegriffen. In allen Fällen macht die Inanspruchnahme von Pflege stationär oder zuhause arm und liefert pflegebedürftige Menschen einem System aus, das ihnen einen möglichen finanziellen Handlungsspielraum ebenso raubt wie die Selbstbestimmtheit, die ohnehin durch die Pflegebedürftigkeit eingeschränkt ist. Die Politik der letzten Jahrzehnte hat darauf hauptsächlich unter demografischem Druck, aber keineswegs in ausreichendem Ma e reagiert u

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