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Die 'objektiven' Toten: Leichenfotografie als Spiegel des Umgangs mit den Toten

Die 'objektiven' Toten: Leichenfotografie als Spiegel des Umgangs mit den Toten

Paperback

Photography Instruction

ISBN10: 3836664356
ISBN13: 9783836664356
Publisher: Diplomica Verlag
Published: Aug 4 2008
Pages: 148
Weight: 0.41
Height: 0.32 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Das Leben der Menschen wird durch den Tod begrenzt. Es wird oft darüber gesprochen und geschrieben, welche Konsequenzen dies für das Handeln des Einzelnen hat oder haben sollte. Dieses Wissen um den Tod bleibt für die Menschen meist abstrakt. Wie steht es jedoch um die Konfrontation mit dem konkreten Toten? Auf der Leinwand flie t häufig Blut, das explizit gezeigt wird und nicht selten sterben Protagonisten. In dieser Richtung kann den geübten Zuschauer nur noch wenig schockieren. Doch wie sieht es mit den Bildern von realen Toten aus; von toten Menschen, die dem Betrachter im Leben nahe standen? Viele Menschen finden den Gedanken, eine Fotografie von ihren toten Angehörigen zu machen befremdlich, wenn nicht sogar schockierend. Konfrontiert mit der Tatsache, dass es im 19. und frühen 20. Jahrhundert gängige Praxis war, eine letzte Fotografie von einem Toten zu machen und diese zum Beispiel an prominenter Stelle im Haus aufzustellen, lässt viele zuerst danach fragen, wann dieser Brauch ein Ende gefunden habe. Doch das Fotografieren der Toten dauert an. Es ist jedoch von einem sozial akzeptierten, offen praktizierten Brauch der Vielen zu einem persönlichen, fast schon geheim gehaltenen Ritual der Wenigen geworden. Warum ist das so? Die Arbeit Die 'objektiven' Toten beleuchtet Vergangenheit und Vorgeschichte der Leichenfotografie und geht im zweiten Teil näher auf die Umstände ein, die zu einem veränderten Umgang mit dem Tod und den Toten - und damit auch mit der Totenfotografie - geführt haben. Zuletzt wird jedoch ein neues Interesse am Thema Tod in den Medien konstatiert. In diesem Rahmen fallen auch Bilder bekannter Fotografen auf, die von Perspektive und Machart her an die Bilder aus dem 19. Jahrhundert erinnern. Schlie t sich hier ein Kreis? Taucht ein lange in den Untergrund verdrängtes Genre wieder an die Oberfläche der Gesellschaft? Die Arbeit versucht im letzten Teil eine Antwort auf diese Frage zu geben. Die 'objektiven' Toten zeichnet sich durch die Be

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