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Macht Und Ohnmacht Politischer Institutionen: 17. Wissenschaftlicher Kongreß Der Dvpw 12. Bis 16. September 1988 in Der Technischen Hochschule Darmsta

Macht Und Ohnmacht Politischer Institutionen: 17. Wissenschaftlicher Kongreß Der Dvpw 12. Bis 16. September 1988 in Der Technischen Hochschule Darmsta

Paperback

General Sociology

ISBN10: 3663000524
ISBN13: 9783663000525
Publisher: Springer Nature
Published: Jan 1 1989
Pages: 504
Weight: 1.48
Height: 1.02 Width: 6.00 Depth: 9.00
Language: German
Die politikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit politischen Institutionen weist bemerkenswerte Schwankungen in bezug auf Intensität, Interpretation und Bewertung auf. Die Fragestellung gehört zu den wahrhaft klassischen dieser Disziplin. Im Deutschland des 20. Jahrhunderts bestimmte vor allem die Suche nach einer angemessenen Deutung und Popularisierung der für Deutschland neuen demokratischen Institutionen das Denken: in den rudimentär bleibenden Ansätzen zu einer Politikwissenschaft nach 1918, anlä lich der inneren Transformation der demokratischen Institutionen zwi- schen 1930 und 1933 und dann nach dem Kriegsende von 1945, als die Politikwissenschaft unter kräftiger Nachhilfe der Besatzungsmächte allmählich zu einer relativ breit veranker- ten Universitätsdisziplin heranwuchs. Die Intensität der Institutionenkunde in den fünfziger Jahren, die fehlende theoretische Tiefe und ihr zu unreflektiert ausschlie licher Bezug auf die Insti- tution als Ausgangspunkt von legitimer Politikdefinition und Entscheidungsbil- dung rief eine wissenschaftliche Kritik hervor, die in den sechziger Jahren immer grundsätzlicher wurde. Als sich dann Gesellschaftstheorien durchsetzten, nach denen ökonomische Bewegungsgesetze die Politik determinierten, gesell- schaftliche Strukturen und machtbestimmte Prozesse allenfalls eine relative Autonomie der Politik zulie en, erschienen die politischen Institution kaum noch als relevanter Ort legitimierter Entscheidung und damit als lohnendes Objekt politikwissenschaftlichen Flei es. Die sozial- und gesellschaftswissenschaftliche Prägung der Politikwissen- schaft, die ab Ende der sechziger Jahre hervortrat, bestand überdies unnach- sichtiger auf einer Klärung dessen, was unter dem Begriff der Institution denn nunzu verstehen sei. Institutionen, so darf heute konstatiert werden, sind neben den bekannten verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Einrichtungen auch rechtliche Gestaltungsprinzipien und rechtlich normierte gesellschaftliche Verhaltensmuster, wie etwa das Mehrheitsprinzip.

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