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Leben in Der Stadt: Lebens- Und Familienphasen in Städtischen Räumen

Leben in Der Stadt: Lebens- Und Familienphasen in Städtischen Räumen

Paperback

General Sociology

ISBN10: 3810007978
ISBN13: 9783810007971
Publisher: Vs Verlag Fur Sozialwissenschaften
Published: Jan 31 1990
Pages: 212
Weight: 0.58
Height: 0.46 Width: 5.83 Depth: 8.27
Language: German
Schon vor einem Vierteljahrhundert vermutete A. Mitscherlich: Wie weit diese ganz eigentümliche (städtische) Lebensluft bestimmend in die Biographie der Bür- ger hineinwirkt, wissen wir keineswegs. Wahrscheinlich wirkt sie sehr tief' (1965, S. 33). Auch bis heute ist die Bearbeitung dieser Frage durch die Maschen einer die räumliche Dimension vernachlässigenden Lebenslaufforschung auf der einen und einer die lebenszeitlichen Entwicklungen mi achtenden Stadt- und Regionalso- ziologie hindurchgeschlüpft. Die im Zentrum lebensgeschichtlicher Rekonstruk- tionen stehenden familialen und beruflichen Ereignisse und Entwicklungen haben lokale Verortungen übersehen lassen, denen im Alltag eine gro e Bedeutung zu- gemessen wird. Deutlich wird das u. a. an der Tatsache, da in den alltäglichen Le- benslaufdarstellungen Ortsangaben der Geburt, einzelner Lebensphasen und schlie lich des Todes selbstverständlich sind. Es scheint offensichtlich, da mit der Nennung der Orte bzw. der regionalen Herkunft oder sogar des Ortswechsels etwas Spezifisches über die jeweilige Person ausgesagt werden soll. Es mag z. B. sein, da man durch die Erwähnung einer Gro stadt als Herkunfts-oder Wohnort auf die Weltoffenheit der Person hinweisen will, wie man zum anderen durch Erwähnung dörflicher Wohnstätten eine zurückgezogene, evtl. bescheidene Le- bensweise charakterisieren möchte oder mit häufigem Ortswechsel möglicher- weise eine kosmopolitische, vielleicht auch eine etwas unstete Lebensform verbin- det, während die Nennung lebenslanger Bindung an eine Region auf ein mit Se - haftigkeit verbundenes Beharrungsvermögen hindeuten soll. In den sog. Stadtromanen wird in verblüffender Eindringlichkeit die verschie- dene Lebensschicksale und persönliche Ereignisketten vermittelnde Rolle städti- scher Realität beschrieben. So zieht V.

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